Aktuell bin ich viel in meinem Garten unterwegs und mache diesen winterfest. Die Birnen wurden geerntet, die letzten Tomaten erröten und die Herbstblumen geben alles.

mehrere Tomaten am Strauch

Die Natur zeigt mir wieder sehr deutlich, dass es auf die passenden Rahmenbedingungen ankommt. Und auch wenn diese Erkenntnis keine neue ist, so wird mir wieder sehr klar, dass beispielsweise meine Tomaten eben einen sonnigen Standort mit der richtigen Erde, wenig Regentropfen von oben und viel Wasser von unten möchten, um sich gut entwickeln zu können.

Und natürlich weiß ich eigentlich, was meine Tomaten brauchen – aber was habe ich getan? Ich habe es ignoriert: Ich habe eine Tomatenpflanze in die Erde an einen windgeschützten, sonnigen Standort gepflanzt und eine anderen Setzling hatte ich aus Platzgründen in einen Blumentopf gebettet, der mitten im Gemüsebeet stand. Und oh Wunder, die Pflanze in der Erde, an der windgeschützten sonnigen Seite trug in dieser Saison wunderbare Früchte, die im Topf fand ihr Leben eher anstrengend und war nicht produktiv.

einzelne Tomate am Strauch

Erkenntnis des Sommers: man benötigt die passenden Rahmenbedingungen, um gesund zu wachsen.

Und auch ich als hochsensible Person brauche den richtigen Standort, das passende Umfeld und entsprechende (Selbst-)Fürsorge, um mich wohlzufühlen und mich entwickeln zu können. Ich brauche aber auch das Wissen darum, was mir guttut und wo meine Ressourcen gestärkt oder verbrannt werden.

Das Wissen, was ich speziell als Hochsensible benötige, habe ich mir in den letzten Jahren erarbeitet. Denn ich bin in einem Umfeld aufgewachsen, in dem mir nicht beigebracht wurde, auch mich zu hören, in mich reinzuspüren und dann auch darauf zu vertrauen, dass das, was mein Inneres mir flüstert, auch wahr ist und ausgelebt werden möchte. Mir wurde suggeriert, ich sei zu sensibel, zu empfindlich. Ich solle durchhalten und mich anpassen. Dass das, was ich empfinde nicht sein könne, denn meine Eltern würden es nicht sehen/hören/spüren etc…

Ich wurde eine Meisterin im Spiegeln der anderen, denn die kamen ja klar. So wollte ich sein und ich lernte, das Verhalten über 30 Jahre lang zu perfektionieren. Ich war also wie meine Tomatenpflanze im Topf am falschen Standort und habe mit aller Kraft ein paar Tomaten produziert und mich gleichzeitig mit den Tomatenpflanze im Boden an der sonnigen, windgeschützten Ecke verglichen und mich schlecht gefühlt, weil ich nicht so ertragreich war wie sie. Ich war dauerhaft müde, angespannt und von mir selbst enttäuscht. Durch dieses Verhalten war ich zudem unsicher und wenig authentisch.

Ich habe mich umgepflanzt

Mittlerweile habe ich zum Glück Worte und Erklärungen für mein Denken und Fühlen und ich sehe bei so vielen anderen Menschen, die ich begleiten darf, dass ich damit nicht alleine bin. Alles beginnt mit der Erkenntnis, dass ich eben hochsensibel bin. Und dass ich wunderbar danach leben und mir meine eignen Rahmenbedingungen schaffen kann, um mich gesund zu entwickeln. Und ich darf mich priorisieren. Denn Selbstfürsorge oder das Gefühl des „Seele-baumeln-lassens“ war für mich lange Zeit sehr schwer, da ich gar kein Gespür für mich und meine Bedürfnisse hatte und selbst als ich das hatte, habe ich mir nicht erlaubt, danach zu leben.

Ich muss nicht die Pflanze mitten im Beet im Topf sein, sondern kann mich ganz einfach selbstbestimmt und zu meinen Bedingungen umpflanzen.

In meinem Fall sind das Bedingungen wie

💛 Selbstfürsorge: ich darf mich und meine Bedürfnisse priorisieren
💛 ein Workflow mit Tiefgang in meinem Rhythmus, den ich dank der Selbständigkeit nun habe
💛 Rückzugsmöglichkeiten, in denen ich alleine sein kann
💛 Sport (den ich eigentlich hasse, mir aber gut tut)
💛 Regenerationszeiten, um meinen Gedanken nachzuhängen (was mir lange sehr schwer fiel, da ich dachte ich müsste ja immer produktiv und in Action sein)
💛 wenig Geräuschkulisse um mich herum oder zumindest ruhige Zeiten nach turbulenten
💛 Sozialkontakte, die mich stärken statt Energie zu kosten
💛 eine funktionierende Kinderbetreuung

Wenn diese Rahmenbedingungen nicht oder nur teilweise gegeben sind, existiere und funktioniere ich bis zu einem bestimmten Grad zwar auch, doch mein Ertrag, sprich meine Leistungsfähigkeit oder gar Kreativität gehen gegen Null, mein Nervensystem gerät in Übererregung und mein Körper sendet mir deutliche Signale, dass es ihm nicht gut geht.

Wo sind deine Wachstumspunkte?

Deine eigenen Rahmenbedingungen für dein gesundes Wachstum kannst du ganz einfach anhand des Lebensrads rausfinden und gewichten.

Mithilfe meines kostenfreien Workbooks erarbeitest du dir hier deine Lebensthemen und erkennst, was du eigentlich brauchst und wo es in der Umsetzung noch hapert. Dies können beispielsweise Themen sein wie:

💛 Beruf und Berufung
💛 Beziehung
💛 Finanzen
💛 Freizeit

💛 Gesundheit
💛 Kreativität
💛 persönliches Wachstum
💛 Umfeld

Für ein erfülltes und ausgewogenes Leben sollten idealerweise alle Bereiche gut ausbalanciert sein oder sich gegenseitig ergänzen.

Meine kostenfreie Vorlage inklusive Anleitung erhältst du, wenn du dich HIER zum Newsletter anmeldest.

Leeres Lebensrad zum ausfüllen

Mein Angebot für dich

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Dann habe ich hier das ultimative Angebot für dich: 60 Minuten lang dreht sich alles um dich.

Wir schauen uns an, welche Tools du nutzen kannst um deine Hochsensibilität bestmöglich auszuleben und gehen gemeinsam dein Lebensrad mit allen Parametern durch. Du entwickelst ein besseres Gespür für deine Wachstumsbedingungen und bekommst wertvolle Impulse.

Für 39 € bekommst du eine Stunde mit mir, in der es um dich und deine Rahmenbedingungen geht.

Schreib mir HIER eine E-Mail mit dem Betreff „Lebensrad“ und wir finden einen gemeinsamen Zoom-Termin.

Portrait von Miriam von dem Bruch, Mentorin in unserem Große Schwester Netzwerk für Hochsensibilität.

Ich bin mit meinen Ü-40 nun in einem Alter, in dem ich bei mir und meinem Umfeld beobachte, wie sich vermehrt Beziehungen und Freundschaften verändern, sich berufliche Wege irgendwie falsch anfühlen, die Kinder unabhängiger und die eigenen Eltern dafür hilfsbedürftiger werden, wir selbst altern mit alldem, was dazugehört und die politische Lage zudem unruhig ist.

Diese Themen stellen mich immer wieder vor große Herausforderungen und rütteln mein Leben richtig durch. Und nicht selten stelle ich mir in diesen Zeiten Fragen, die ich jahrelang nicht hören oder gar beantworten wollte….Fragen wie: „War das schon alles?“, „Wie soll das weitergehen?“, „Woher nehme ich die Kraft?“, „Was will ICH denn eigentlich und was sind MEINE Bedürfnisse?“.

Schwellenzeiten erkennen

Eine Freundin hat mich letzte Woche zu einer Lesung mitgenommen von einer – mir bis dahin unbekannten – Autorin, Sabrina Gundert. Es ging um ihr neues Buch „Schwellenzeiten, Wandelzeiten“, in dem sie über Lebenskrisen und den Umgang mit ihnen schreibt. Ich habe nicht viel erwartet und wollte mich überraschen lassen, was Sabrina zu sagen hat.

Und ich wurde positiv überrascht, trotz des – für mich gefühlt schweren- Themas. Denn tatsächlich hat der Abend mir eine neue Perspektive auf meine Herausforderungen geschenkt.

Nach der Lesung habe ich das Buch von Sabrina gekauft. Marketing voll aufgegangen😉

„Wenn das Alte nicht mehr
und das Neue noch nicht trägt,
lausche ich nach innen
auf den Weg, der kommen will.“

Sabrina Gundert

Sabrina berichtete von ihren persönlichen Krisen und erzählte von Herausforderungen ihrer Kundinnen, die sie im Rahmen ihrer Coachings begleitet.

Jeder und Jede von uns kennt Krisen, doch wie wir mit ihnen umgehen und sie angehen, unterscheidet sich stark. Sie ermutigte uns, in Krisen die Schwellenzeiten zu betrachten, sprich die Übergänge zwischen Alt und Neu. Sie treten immer dann auf,  wenn es einen Bruch im Leben gibt. „Schwellenzeiten an sich sind neutral. Auch mit der Geburt eines Kindes, mit einer Heirat, einem gewollten Jobwechsel oder einem bewussten Umzug betrittst du eine Schwellenzeit. Dein altes Leben, so wie es vorher war, gibt es nicht mehr. Der große Unterschied ist hier: Du hast dir diese Veränderung in deinem Leben selbst ausgesucht“, Zitat aus dem Buch, Seite 21.

Wie anders fühlen sich hingegen Umbrüche an, die wir nicht geplant oder gewollt haben. Trennungen, Kündigungen, Krankheiten, Tod…. Aber auch Ereignisse wie Wechseljahre, Ruhestand oder der Auszug der eigenen Kinder stellen lebensverändernde Einschnitte mit Schwellenzeiten dar. Oft erleben wir eine persönliche Krise als Chaos, Unsicherheit oder als das Gefühl, nicht mehr „weiterzukommen“.

Der Übergang von Alt zu Neu braucht Zeit und darf zelebriert werden. Es hilft, diesen Übergang als natürliche Phase zu sehen und geduldig mit ihm und uns zu sein. „Du stehst dazwischen und hast keine Ahnung, wie das eigene Leben weitergehen soll. Damit aus Hilflosigkeit und Ohnmacht wieder Handlungsfähigkeit wird, begleitet dich dieses Buch kompetent und umfassend durch deine persönliche Schwellenzeit.“, Zitat aus dem Klappentext des Buchs.

Wie man mit Krisen umgehen kann

Nachfolgend möchte ich dir meine persönlichen Learnings aus der Lesung und dem Buch mit auf den Weg geben, denn was mich am meisten begeistert hat, sind die genannten Möglichkeiten, um mit Krisen umzugehen. Hierbei geht es nämlich nicht um das viel gepriesene richtige Mindset, toxische Positivität oder sonstige allzu spirituelle Ansätze nach dem Motto „Es geschieht alles für dich und zu deinem Besten“. Vielmehr dürfen wir uns erlauben, schlechte Zeiten auch schlecht zu finden und eben das zu zelebrieren. 

Im Buch gibt es zu allen Punkten einige praktische Übungen, die dir helfen deine Schwellenzeit zu gestalten.

💛 Annehmen statt verdrängen
Je mehr wir uns gegen eine Krise wehren, desto stärker klammert sie sich fest. Erst wenn wir erkennen, dass es kein Zurück mehr gibt und wir das Alte verabschieden, können wir an den tiefsten Punkt gelangen, der nötig ist, um weiterzukommen. Wir dürfen zudem lernen, Gefühle wie Angst, Traurigkeit oder Wut zu spüren und ihnen Raum zu geben statt sie kleinzureden.

💛 Altes würdigen, Neues willkommen heißen

Sabrina betont, wie wichtig es ist, das Alte nicht nur loszulassen, sondern auch zu würdigen. Vielleicht war dein Job zehn Jahre lang genau richtig, jetzt aber nicht mehr. Vielleicht hat eine Beziehung dich wachsen lassen und du kannst jetzt mehr für dich einstehen. Erst durch die Anerkennung dessen, können wir frei werden für das Neue.

💛 Raum für Übergänge schaffen
Kleine oder große Rituale können helfen, die Schwellen sichtbar machen. Das kann ein bewusst gestalteter Abschied sein, ein Vision Board, ein Übergangsritual im Freundeskreis, ein extra gestalteter Ort in deiner Wohnung, ein Notizbuch oder einfach ein Moment der Stille sein.

💛 Selbstfürsorge und Unterstützung annehmen
Finde heraus, was dir guttut und achte auf deine Grundbedürfnisse: Iss und trink ausreichend, versuche genügend Schlaf zu bekommen, geh raus an die frische Luft und priorisiere dich. Teile dich deinem Umfeld mit und nimm Hilfe an, auch wenn es dir vielleicht schwerfällt. Doch gerade in einer Krise ist es heilsam, sich mit Freunden und Freundinnen auszutauschen oder auch professionelle Begleitung in Anspruch zu nehmen.

Eine Krise im Leben ist nicht gleich eine Lebenskrise

Keine Frage, Krisen sind unbequem und oft auch schmerzhaft. Sabrina hat mir jedoch Mut gemacht, solche Krisen-Phasen nicht nur zu ertragen, sondern sie bewusst zu gestalten, sie anzunehmen und mit ihnen weiterzumachen. Ich versuche also, neugierig zu bleiben und meine Schwellenzeiten als Wegweiser zu meinem Leben in seiner ganzen Tiefe zu sehen.

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💛 Weitere Buchtipps findest du hier.

Buchtitel Schwellenzeiten Wandelzeiten von Sabrina Gundert
Buchtitel Schwellenzeiten Wandelzeiten von Sabrina Gundert

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Im Juni habe ich mit unserer Großen Schwester Sonja Klein über ihren persönlichen Weg als hochsensible Selbständige gesprochen und wie sie es geschafft hat, dank ihrer Hochsensibilität ihre Berufung zu finden. Gerade ist ihr neues E-Book mit dem Mini-Selbstlern-Kurs für hochsensible Frauen erschienen. Dort zeigt sie uns 20 Wege, wie wir uns besser abgrenzen können.

Miriam: Sonja, nimm uns doch einmal mit, was dich zu deinem E-Book „NEIN sagen mit Herz – 20 charmante Wege, Dich abzugrenzen, ohne zu verletzen.“ inspiriert hat und für wen dein neuer Mini-Kurs und das E-Book besonders geeignet sind.

Sonja: In meiner täglichen Arbeit als Coach für Hochsensibilität kommt immer wieder das Thema Grenzen setzen auf. Vor allem uns hochsensiblen Frauen scheint es besonders schwer zu fallen, unsere eigenen Bedürfnisse erst einmal zu erkennen und schließlich auch auszusprechen. Direkt daran schließt sich dann das Thema Grenzen setzen an, denn wenn wir einmal verstanden haben, wo unsere ganz persönliche Grenze liegt und in welchem Bereich genau, dann dürfen wir lernen, mutig und selbstbewusst für diese einzustehen.

Portrait von Sonja Klein Coachin für hochsensible Frauen

Viele hochsensible Frauen haben sich ihr Leben lang eher angepasst, möchten nicht anecken oder sich immer wieder erklären. Sie gehen Disharmonie meistens aus dem Weg oder fühlen sich schlecht oder gar egoistisch, wenn sie sich plötzlich selbst einmal an die erste Stelle stellen.

Es gibt ganz verschiedene Bereiche, in denen wir Grenzen setzen müssen. Die Wichtigsten sind:

1. Freunde/Familie/Soziales
2. Beziehung/Partnerschaft
3. Beruf/Job

Und genau für diese Bereiche habe ich in meinem kompakten E-Book unter anderem 20 konkrete Formulierungshilfen zusammengestellt, denn die Kommunikation ist meist eine der größten Herausforderungen. Mit diesen Formulierungshilfen können sich hochsensible Frauen in einer Situation, in der sie gerade ihre Grenze mutig gesetzt haben, gut geschützt und gestärkt fühlen und diese Grenze auch ausdrücken.

Miriam: Wo du gerade deine Arbeit ansprichst, was bietest du an und vor allem für wen?

Sonja: Ich bin ausgebildete Heilpraktikerin für Psychotherapie und Coach für Hochsensibilität und hatte bis Ende 2024 meine eigene Praxis in Hannover. In den letzten Jahren hat sich mein Fokus immer mehr in Richtung Hochsensibilität und Weiblichkeit entwickelt, so dass ich mittlerweile fast ausschließlich mit hochsensiblen Frauen zusammenarbeite. Gemeinsam klären wir erst einmal, was Themen und Herausforderungen sind, vor denen man steht und inwiefern sich diese auf die Hochsensibilität beziehen. Anschließend schauen wir uns genau die persönlichen Herausforderungen, Stärken und Bedürfnisse an und arbeiten an Strategien und Lösungen für einen entspannten, leichteren Umgang mit dieser wertvollen Charaktereigenschaft, sowohl beruflich, als auch privat. Wenn du erstmal selbst schauen möchtest, inwieweit bei dir eine Hochsensibilität vorliegt, dann schau doch gerne in meine kostenlose „Schatzkiste“, in der du eine Präsentation mit den wichtigsten Merkmalen der Hochsensibilität, ein kleines Willkommensvideo von mir und einen offiziellen Selbsttest nach E. Aron findest.

Mittlerweile arbeite ich ausschließlich online und stelle immer wieder fest, dass Nähe und Vertrauen, was essentiell für meine 1:1 Coachings oder Gruppenkurse ist, schnell entstehen. Dank des Internets kommen meine Klientinnen aus ganz Deutschland und auch aus Österreich und der Schweiz und genießen das Gefühl entspannt von zu Hause mit mir sprechen zu können.

Miriam: Wie kam es zu deinem beruflichen Schwerpunkt Hochsensibilität?

Sonja: Ich selbst habe jahrelang nichts von meiner eigenen Hochsensibilität gewusst. Erst mit Mitte 30 bin ich plötzlich und durch Zufall über das Thema Hochsensibilität gestolpert. Ich hatte damals ein Buch gelesen und nachdem ich es zugeklappt habe, habe ich zu meinem Mann gesagt: „Olli, da hat einer ein Buch über mich geschrieben!!!“ Es fühlte sich an, als würde jemand in Worte fassen, was ich bisher nur gefühlt habe. Es war eine unglaubliche Erleichterung, endlich zu spüren, dass ich nicht die Einzige bin, die anders denkt, fühlt oder handelt – zumindest die Autorin tat es auch 🙂 Es hat mir zudem geholfen, mich nicht länger als „zu viel“ oder „zu empfindlich“ oder als „anders“ zu sehen – sondern einfach als jemand, der sehr bewusst wahrnimmt. Und viel fühlt. Seitdem hat mich das Thema nicht mehr losgelassen und ich habe mich selbst komplett neu kennengelernt. Und ziemlich schnell gespürt, dass es mein absolutes Herzensthema ist.

Portrait von Sonja Klein Coachin für hochsensible Frauen

In meiner Arbeit als Heilpraktikerin für Psychotherapie erlebe ich übrigens viele Frauen, die sich immer wieder hinterfragen und an sich zweifeln. Es stellte sich dann sehr oft heraus, dass sie hochsensibel sind, ohne dass sie es bis dahin wussten. Ich liebe es, hochsensible Frauen zu begleiten, die sich oft „anders“ fühlen und ihre Sensibilität endlich annehmen, lieben und als Stärke leben möchten – glücklich, leicht, und selbstbewusst! Bei mir braucht sich niemand erklären sondern darf einfach sein – mit allem, was wahrgenommen, gefühlt oder gebraucht wird.

Miriam: Oh ja, das alles kenne ich ja auch nur zu gut und ich glaube, dass es vielen Hochsensiblen genauso geht. Was war dein größter Game-Changer im Hinblick auf deine eigene Hochsensibilität?

Sonja: Grenzen setzen ist einer der wichtigsten Schlüssel! Hierfür brauche ich aber eine gute Grundlage, die ich über Akzeptanz, Reflexion und Kommunikation erreiche. Heute kann ich ehrlich sagen: Ich setze Grenzen – klar, mutig und ohne Schuldgefühle.

💛 Ich weiß, was ich brauche – und darf das auch sagen.
💛 Ich spüre meine Grenze, bevor ich mir zu viel auflade oder mich überfordere.
💛 Ich habe gelernt, dass mein Nein kein Nein zu anderen ist – sondern vor allem ein Ja zu mir.

Ich weiß aber auch genau, wie schwer mir das alles bis hier gefallen ist. Daher liegt mir das Thema Grenzen setzen als hochsensible Frau auch so sehr am Herzen. Und daher habe ich einen kostenfreien Selbsttest mit 20 Fragen entwickelt, der dir zeigt, welche Grenze dir gerade besonders schwer fällt zu halten. Denn es gibt vier wichtigste Arten von Grenzen, die wir erstmal erkennen dürfen, damit wir gezielt in die Veränderung und Umsetzung gehen können.

Darüber hinaus biete ich meinen Mini-Selbstlern-Kurs für hochsensible Frauen an: „Grenzen setzen – ohne schlechtes Gewissen!“, der dir in fünf Modulen genau zeigt, wie du als hochsensible Frau mutig und selbstbewusst Nein sagst! Mit meinem „Nein zu anderen – Ja zu dir – Ansatz.“

Miriam: Ich bin mir auch sicher, dass die Themen „Nein-sagen“ und „Grenzen setzen“ sehr viel Potenzial für uns Hochsensible haben und weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es sein kann, für sich einzustehen. Vielen Dank, liebe Sonja, für diesen Einblick in deine Tätigkeit und deine eigene Reise in das Universum der Hochsensiblen!

Hier findest du weitere Infos:

💛 Sonjas Schatzkiste mit den wichtigsten Merkmalen der Hochsensibilität und einem Selbsttest (nach E.Aron) findest du HIER.

💛 Mini-Selbstlern-Kurs für hochsensible Frauen „Grenzen setzen – ohne schlechtes Gewissen!“ –> HIER

💛Den Selbsttest mit den vier wichtigsten Arten von Grenzen findest du HIER.

💛 Weitere Infos zu Sonja und ihren Kursen findest du zudem auf Sonja Website.

Portrait von Sonja Klein Coachin für hochsensible Frauen

Es gibt ein psychologisches Muster (Dunning-Kruger-Effekt), bei dem Personen sich und ihre Leistung besser einschätzen, als sie tatsächlich sind. Der Nachbar ist gefühlt zudem dümmer, die Kollegin fauler, nur man selbst weiß, wie es vermeintlich richtig geht und überschätzt sich dabei.

Aber es gibt auch das Gegenteil, das unter uns Hochsensiblen deutlich weiter verbreitet ist und für Leidensdruck sorgt: das Impostor-Syndrom (alternative Schreibweise Imposter) ist auch unter dem Begriff des Hochstapler-Phänomens bekannt.

Während beim Dunning-Kruger-Effekt sich weniger kompetente Menschen überschätzen und selbstbewusstes Auftreten trotz fehlender Expertise zelebrieren, bewerten beim Impostor-Syndrom kompetente Menschen ihre eigene Leistung zu schlecht.

Vor allem leistungsorientierte und erfolgreiche Personen stellen sich oft systematisch infrage und glauben, sie hätten ihre Erfolge nicht durch eigene Fähigkeiten, sondern durch Glück, Zufall oder äußere Umstände erreicht. Trotz objektiver und nachweisbarer Erfolge haben sie intensive Selbstzweifel sowie das Gefühl, nicht dazuzugehören und leben in der ständigen Angst, „entlarvt“ zu werden.

Begriff und Erscheinungsbild

1978 beschrieben die Psychologinnen Pauline Clance und Suzanne Imes erstmals das Impostor-Syndrom, wobei das Wort „Impostor“ ein englischer Begriff für „Hochstapler“ ist. Die Ursachen sind vielschichtig und meist biografisch bedingt.

Typische Merkmale können sein:

Selbstvertrauen statt „Hochstapler-Gefühle“

Langfristig kann Resilienz dabei unterstützen, die innere Selbstzweifel-Spirale zu durchbrechen und ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen – unabhängig von äußeren Erfolgen.

Ein resilienzorientierter Umgang kann bedeuten:

Kostenfreier Online-Vortrag

Wenn auch du dein Impostor-Syndrom besser kennenlernen möchtest, dann empfehle ich dir den kostenfreien Online-Livevortrag von Dr. theol. Christina Pfestroff (Werbung, ohne Auftrag und Zahlung😉).

Christina ist Coachin, Trainerin und Mentorin für Stressbewältigung und Resilienzförderung in Bonn und befasst sich seit Langem mit den Ursachen und Auswirkungen von Stress.

An ihrem offenen Online-Abend zum Impostor-Phänomen wird Christina mit wissenschaftlich fundiertem Blick auf dieses verbreitete Stressmuster schauen und für dich Lösungsansätze erarbeiten. Was sind die Ursachen für diese unbegründeten Selbstzweifel? Und warum können kognitiv-verhaltensorientierte Fragen (IBSR) sie so wirkungsvoll lindern?

Mittwoch, 21. Mai 2025
18.00 –  19.30 Uhr
Online über Zoom
kostenfrei

Zur Anmeldung für den kostenlosen Online-Abend kannst du einfach eine kurze Email an christina.pfestroff@achtsame-fragen.de senden und du erhältst zeitnah den Link.

Der Vortrag wird von Christina in unregelmäßigen Abständen wiederholt. Aktuelle Termine, weitere Informationen über Christina und ihre Arbeit findest du auf ihrer Website.

Hinweis: Dieser Blogbeitrag erhebt keinen Anspruch auf therapeutische Tiefe, sondern möchte zur Entstigmatisierung und Auseinandersetzung mit dem Phänomen beitragen.