
Jedes neue Jahr bringt sie mit sich: Die Neujahrsvorsätze. Und genauso zuverlässig kommen im Februar die Gedanken:
„Warum klappt das schon wieder nicht?“
„Ich wusste doch, dass ich es nicht durchziehe.“
Für viele fühlt sich das wie persönliches Versagen an. Für hochsensible, feinfühlige Frauen – besonders Mütter – ist es jedoch etwas ganz anderes: ein Nervensystem-Problem, kein Willensproblem.
Unser Nervensystem liebt eines über alles: Vorhersagbarkeit. Nicht Glück. Nicht Erfüllung. Nicht Wachstum. Es liebt Sicherheit. Und Sicherheit entsteht durch Gewohnheit – selbst dann, wenn diese Gewohnheit uns erschöpft, klein hält oder unglücklich macht. Das ist somit keine echte Sicherheit. Es ist eine Illusion. Das ist der erste unbequeme Punkt, den viele unterschätzen:
Dein Nervensystem bevorzugt das Bekannte gegenüber dem Guten.
Deshalb fühlt sich selbst ein positiver Vorsatz, zum Beispiel mehr Ruhe, mehr Selbstfürsorge, weniger Funktionieren, zunächst wie eine Bedrohung an. Nicht bewusst. Aber körperlich. Und genau hier beginnt das innere Dilemma:
Beide meinen es gut. Und sie sprechen unterschiedliche Sprachen.
Was im Januar oft passiert: Wir setzen uns Ziele, die auf einer mentalen Ebene sinnvoll sind – und gleichzeitig körperlich nicht integriert werden.
Beispiele:
Groß gedacht. Ehrlich gemeint. Und trotzdem scheitern sie. Warum? Weil dein Nervensystem diese Vorsätze nicht als sicher erkennt.
Es kennt nur:
Und jedes Mal, wenn du versuchst, etwas zu ändern, ohne wahre, innere Sicherheit aufzubauen, meldet es sich mit einem vertrauten Gefühl: „Es klappt ja doch nicht.“ Das ist kein Zeichen, dass du falsch bist. Es ist ein Zeichen, dass dein System gerade lernt. Wie gehen lernen bei deinen Kindern. Das hat vom Umdrehen, über das Stehen und Sitzen bis zum sicheren Gehen auf allen Böden und mit jedem Schuhwerk mooonatelang gedauert. Dein Nervensystem-Training ist dein Gehen-lernen.
Hier liegt ein großer Denkfehler: Wir glauben, dass sich Veränderung schnell gut anfühlen müsste. Tatsächlich passiert oft das Gegenteil. Das Nervensystem passt sich sehr wohl an neue Reize an, aber es sendet in der Übergangsphase weiterhin Stresssignale.
Das bedeutet:
Viele hören hier auf. Nicht, weil sie nicht können, sondern weil sie diese Phase falsch deuten.
Gerade hochsensible Frauen neigen dazu, Sicherheit im Außen zu suchen:
Das gibt kurzfristig Kontrolle (und das Gefühl von Sicherheit). Und langfristig kostet es dich die wichtigste Verbindung – zu dir selbst. Weil du zu wenig von dem tust, was dir selbst gut tut. Echte Veränderung beginnt nicht mit mehr Kontrolle, sondern mit etwas viel Schwierigerem: bedingungsloser innerer Verbindung.
Das bedeutet:
Im Außen bedeutet das, nicht mehr (nur) die Dinge zu tun, die andere von dir brauchen oder wollen. Es bedeutet, dass du „Nein“ sagst, auch wenn dein Gegenüber damit ein Problem hat. Es bedeutet, dass du den Frust deines Gegenübers aushältst, denn das ist nicht deine Verantwortung. Ich weiß, es ist schwer.
Und ich begleite dich hier sehr gern, damit du entspannt und ohne schlechtes Gewissen „Nein“ sagst und tiefes Vertrauen in die wohltuenden Beziehungen um dich herum hast.
Große Vorsätze scheitern nicht, weil sie zu ambitioniert sind. Sie scheitern, weil sie das Nervensystem übergehen. Sie scheitern, weil wir nur das große Ziel vor Augen haben und nicht an die kleinen Mini-Erfolge dazwischen denken. Mini-Mini-Baby-Steps hingegen haben eine andere Wirkung: Sie erzeugen Mikro-Sicherheit. Außerdem siehst du die kleinen Erfolge dazwischen.

Zum Beispiel:
Diese Schritte wirken unscheinbar. Zuerst mal: besser kleine Schritte als gar keine. Momentan stehst du am Punkt „es hat sich bisher nichts verändert“. Ab dem Moment, wo du kleine Schritte geschafft hast, bist du schon weiter als jetzt. Und die kleinen Schritte senden deinem System eine neue Botschaft: Veränderung ist sicher. Ich überlebe sie. Erst so ist wahres Wachstum möglich.
Der größte Fehler bei Neujahrsvorsätzen ist nicht das Aufgeben. Sondern die Selbstabwertung danach, wenn wir es gefühlt „wieder nicht geschafft haben“. Wenn du dir vornimmst, etwas zu verändern, und es nicht sofort hält:
Sei liebevoll und milde mit dir selbst. Es ist ganz klar, dass du „es“ nicht sofort kannst. Dein Nervensystem (und dein Gehirn ist ein großer Teil davon) muss erst lernen, wie es sich stattdessen verhalten soll. Denk ans Gehen lernen. Und frage dich stattdessen: Was hat sich in mir gerade unsicher angefühlt? Diese Frage verändert alles. Denn sie verschiebt den Fokus von Leistung auf Beziehung. Und genau dort entsteht nachhaltige Veränderung.
Du darfst Visionen haben. Du darfst groß denken. Du darfst dir mehr wünschen. Und wenn du willst, dass diese Vorsätze bleiben, müssen sie:
Nicht, damit du endlich „besser funktionierst“. Sondern damit du bei dir bleibst, während sich etwas verändert. Damit du in deiner Verbindung zu dir selbst bleibst, selbst wenn es im Außen gerade ordentlich ruckelt. Genau dort beginnt echte, tragfähige Veränderung.
Ich begleite hochsensible Mamas, die sich im Alltag verloren haben – zwischen Reizüberflutung, Schuldgefühlen und dem Versuch, alles richtig zu machen. Nicht mit Ratschlägen oder „Mach-es-besser“-Tipps, sondern mit Ruhe, Tiefe und echtem Verstehen.
Ich arbeite körperorientiert, emotional und tief. In meinen Begleitungen geht es nicht darum, „funktionierender“ zu werden, sondern dein Nervensystem zu regulieren, damit Ruhe, Selbstvertrauen und Freude wieder spürbar sind.

Sprich gerne mit mir, wenn du mehr wissen möchtest und buche dir HIER einen kostenfreien Termin für ein Erstgespräch mit mir oder finde weitere Informationen auf meiner Website.
Aktuell bin ich viel in meinem Garten unterwegs und mache diesen winterfest. Die Birnen wurden geerntet, die letzten Tomaten erröten und die Herbstblumen geben alles.

Die Natur zeigt mir wieder sehr deutlich, dass es auf die passenden Rahmenbedingungen ankommt. Und auch wenn diese Erkenntnis keine neue ist, so wird mir wieder sehr klar, dass beispielsweise meine Tomaten eben einen sonnigen Standort mit der richtigen Erde, wenig Regentropfen von oben und viel Wasser von unten möchten, um sich gut entwickeln zu können.
Und natürlich weiß ich eigentlich, was meine Tomaten brauchen – aber was habe ich getan? Ich habe es ignoriert: Ich habe eine Tomatenpflanze in die Erde an einen windgeschützten, sonnigen Standort gepflanzt und eine anderen Setzling hatte ich aus Platzgründen in einen Blumentopf gebettet, der mitten im Gemüsebeet stand. Und oh Wunder, die Pflanze in der Erde, an der windgeschützten sonnigen Seite trug in dieser Saison wunderbare Früchte, die im Topf fand ihr Leben eher anstrengend und war nicht produktiv.

Und auch ich als hochsensible Person brauche den richtigen Standort, das passende Umfeld und entsprechende (Selbst-)Fürsorge, um mich wohlzufühlen und mich entwickeln zu können. Ich brauche aber auch das Wissen darum, was mir guttut und wo meine Ressourcen gestärkt oder verbrannt werden.
Das Wissen, was ich speziell als Hochsensible benötige, habe ich mir in den letzten Jahren erarbeitet. Denn ich bin in einem Umfeld aufgewachsen, in dem mir nicht beigebracht wurde, auch mich zu hören, in mich reinzuspüren und dann auch darauf zu vertrauen, dass das, was mein Inneres mir flüstert, auch wahr ist und ausgelebt werden möchte. Mir wurde suggeriert, ich sei zu sensibel, zu empfindlich. Ich solle durchhalten und mich anpassen. Dass das, was ich empfinde nicht sein könne, denn meine Eltern würden es nicht sehen/hören/spüren etc…
Ich wurde eine Meisterin im Spiegeln der anderen, denn die kamen ja klar. So wollte ich sein und ich lernte, das Verhalten über 30 Jahre lang zu perfektionieren. Ich war also wie meine Tomatenpflanze im Topf am falschen Standort und habe mit aller Kraft ein paar Tomaten produziert und mich gleichzeitig mit den Tomatenpflanze im Boden an der sonnigen, windgeschützten Ecke verglichen und mich schlecht gefühlt, weil ich nicht so ertragreich war wie sie. Ich war dauerhaft müde, angespannt und von mir selbst enttäuscht. Durch dieses Verhalten war ich zudem unsicher und wenig authentisch.
Mittlerweile habe ich zum Glück Worte und Erklärungen für mein Denken und Fühlen und ich sehe bei so vielen anderen Menschen, die ich begleiten darf, dass ich damit nicht alleine bin. Alles beginnt mit der Erkenntnis, dass ich eben hochsensibel bin. Und dass ich wunderbar danach leben und mir meine eignen Rahmenbedingungen schaffen kann, um mich gesund zu entwickeln. Und ich darf mich priorisieren. Denn Selbstfürsorge oder das Gefühl des „Seele-baumeln-lassens“ war für mich lange Zeit sehr schwer, da ich gar kein Gespür für mich und meine Bedürfnisse hatte und selbst als ich das hatte, habe ich mir nicht erlaubt, danach zu leben.
Ich muss nicht die Pflanze mitten im Beet im Topf sein, sondern kann mich ganz einfach selbstbestimmt und zu meinen Bedingungen umpflanzen.
In meinem Fall sind das Bedingungen wie
💛 Selbstfürsorge: ich darf mich und meine Bedürfnisse priorisieren
💛 ein Workflow mit Tiefgang in meinem Rhythmus, den ich dank der Selbständigkeit nun habe
💛 Rückzugsmöglichkeiten, in denen ich alleine sein kann
💛 Sport (den ich eigentlich hasse, mir aber gut tut)
💛 Regenerationszeiten, um meinen Gedanken nachzuhängen (was mir lange sehr schwer fiel, da ich dachte ich müsste ja immer produktiv und in Action sein)
💛 wenig Geräuschkulisse um mich herum oder zumindest ruhige Zeiten nach turbulenten
💛 Sozialkontakte, die mich stärken statt Energie zu kosten
💛 eine funktionierende Kinderbetreuung
Wenn diese Rahmenbedingungen nicht oder nur teilweise gegeben sind, existiere und funktioniere ich bis zu einem bestimmten Grad zwar auch, doch mein Ertrag, sprich meine Leistungsfähigkeit oder gar Kreativität gehen gegen Null, mein Nervensystem gerät in Übererregung und mein Körper sendet mir deutliche Signale, dass es ihm nicht gut geht.
Deine eigenen Rahmenbedingungen für dein gesundes Wachstum kannst du ganz einfach anhand des Lebensrads rausfinden und gewichten.
Mithilfe meines kostenfreien Workbooks erarbeitest du dir hier deine Lebensthemen und erkennst, was du eigentlich brauchst und wo es in der Umsetzung noch hapert. Dies können beispielsweise Themen sein wie:
💛 Beruf und Berufung
💛 Beziehung
💛 Finanzen
💛 Freizeit
💛 Gesundheit
💛 Kreativität
💛 persönliches Wachstum
💛 Umfeld
Für ein erfülltes und ausgewogenes Leben sollten idealerweise alle Bereiche gut ausbalanciert sein oder sich gegenseitig ergänzen.
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