In Gesprächen mit anderen Hochsensiblen fallen immer wieder ähnliche Aussagen. Es ist spannend zu sehen und zu verstehen, dass wir in unserem Denken und Fühlen nicht alleine sind und dennoch oft an uns, unserer Wahrnehmung und Fähigkeiten zweifeln.

Im April habe ich dazu mit unserer Großen Schwester Julia gesprochen und erneut gehört, wie wichtig Selbsterkenntnis und Akzeptanz sind und wie wir dahin kommen können.

Portrait Julia Richter

Miriam: „Hallo Julia. Magst du dich einmal kurz vorstellen? Und kurz erklären, wie es dazu kam, dass du Coaching für hochsensible Menschen anbietest?“

Julia: „Hallo, ich bin Julia. Ich lebe mit meiner kleinen Familie in Frankfurt am Main und arbeite als Coach, Beraterin und Dozentin zum Thema Hochsensibilität.

Ich weiß selbst noch gar nicht so lange, dass ich hochsensibel bin. Am Anfang meiner beruflichen Neuorientierung – davor habe ich im Bereich Buchpublikationen gearbeitet – stand der Wunsch, Menschen in irgendeiner Form der 1:1-Begleitung zu unterstützen, weil ich mich schon immer für Menschen und Psychologie interessiert habe. Ich habe mich dann relativ spontan für eine Life-Coaching-Ausbildung entschieden und schnell gemerkt, wie sehr mich diese Arbeit begeistert und erfüllt.

Nach der Coaching-Ausbildung kam dann die Frage: Für wen und mit wem möchte ich eigentlich arbeiten? Wem kann ich mit meiner Lebenserfahrung und meiner Expertise am meisten dienen? Ich hatte so ein vages Bild von Menschen mit viel Potenzial, mit Ideen und einer Vision – Menschen, die etwas beitragen wollen, die viel mitbringen, aber gleichzeitig stark an sich zweifeln und sich immer wieder selbst im Weg stehen. Die sich oft anpassen, obwohl sie gleichzeitig spüren, dass da mehr in ihnen steckt. Ich wusste nur noch nicht, wer diese Menschen konkret sind.

Dann bin ich eher zufällig in einem YouTube-Video auf das Thema Hochsensibilität gestoßen und habe angefangen zu recherchieren, und plötzlich hat es Klick gemacht!

Hochsensible Menschen sind oft sehr kreativ und empathisch. Sie haben einen Blick für Details aber ebenso für große Zusammenhänge. Sie verarbeiten Dinge tief, haben ein starkes Wertesystem und oft den Wunsch, etwas Sinnvolles in die Welt zu bringen. Gleichzeitig kämpfen viele mit Selbstzweifeln, Perfektionismus und der Tendenz, sich stark anzupassen.

In diesem Moment wusste ich: Das ist es! Das sind die Menschen, mit denen ich arbeiten möchte. Und das bin auch ich. Es war eine große Erleichterung zu merken: Ich bin nicht das einzige „Alien“. Es gibt andere, denen es ähnlich geht. Und daraus ist dann ganz natürlich der Wunsch entstanden, hochsensible Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten.“

Gegenseitiger Support und Verständnis füreinander

Miriam: „Auf deinem Image-Flyer schreibst du, dass es dir ein Anliegen ist, Orte des Austausches und der gegenseitigen Unterstützung für Hochsensible zu schaffen, wie bist du auf diese Idee gekommen?“

Julia: „Das ist eigentlich auch aus meinem eigenen Prozess heraus entstanden, mich als Coach selbstständig zu machen. In so einer Phase trifft man unglaublich viele Entscheidungen: Wer bin ich? Was will ich anbieten? Wie will ich arbeiten? Und man muss bereit sein, sichtbar zu werden. Dabei bin ich oft auf meine eigenen Selbstzweifel gestoßen und habe wieder einmal gemerkt, wie sehr ich mir manchmal selbst im Weg stehe und mich blockiere.

In diesem Prozess habe ich erlebt und erlebe weiterhin, wie hilfreich es ist, mich mit anderen hochsensiblen Gründerinnen und Coaches auszutauschen, wie wir das auch hier im Netzwerk „Große Schwester“ tun. Wenn wir uns mit anderen Hochsensiblen verbinden, passiert oft etwas, das wir uns lange gewünscht haben: Wir werden wirklich gesehen und verstanden. Darüber hinaus können wir uns gegenseitig stärken, uns an unser Potenzial erinnern und uns dabei unterstützen, unsere inneren Hürden und Blockaden zu überwinden.

Daraus ist mein Wunsch entstanden, solche Räume auch für andere zu schaffen – online und offline. Im Moment mache ich das vor allem über Workshops an der VHS in Frankfurt. Ich habe auch schon einen YouTube-Kanal aufgesetzt, den ich jetzt nur noch bespielen muss. Da bin ich gerade noch etwas blockiert…

Langfristig träume ich von einer Community von Hochsensiblen, die sich gegenseitig unterstützten und anfeuern. Die möchte ich am liebsten zusammen mit anderen aufbauen, nicht alleine.“

Erkenne deine Fähigkeiten

Miriam: „In deinem Profil schreibst du auch, dass du Hochsensible ermutigen willst, ihre besonderen Fähigkeiten mit der Welt zu teilen. Was meinst du damit?“

Julia: „Viele hochsensible Menschen denken in größeren Zusammenhängen und haben aus ihrem starken Wertesystem heraus den Wunsch, etwas Sinnvolles zur Gesellschaft beizutragen.

Oft ist dieser Wunsch sehr klar spürbar. Und gleichzeitig ist da eine große Unsicherheit. Viele wissen gar nicht mehr genau, was ihre eigenen Fähigkeiten eigentlich sind. Oder sie halten sie für selbstverständlich und denken: „Das ist doch nichts Besonderes.“

Und da sage ich: „Halt! Doch, deine Fähigkeiten und Talente sind etwas sehr Besonderes. Es gab noch nie jemanden wie dich – mit dieser Konstellation an Interessen, Talenten und Fähigkeiten, und es wird auch nie wieder so jemanden wie dich geben. Erkenne und lebe deine besonderen Gaben! Sie warten förmlich darauf, gelebt und mit der Welt geteilt zu werden. Und die Menschen da draußen warten auch auf dich.“

Ich glaube, dass gerade in unserer Sensibilität unglaublich viel Kraft liegt. Dass wir genau dadurch etwas in die Welt bringen können, was gerade sehr gebraucht wird – mehr Bewusstheit und Sinn, mehr Weitblick und Visionen für eine bessere Welt, mehr Wertschätzung und Dankbarkeit für die Schönheit des Lebens, mehr Empathie und mehr Verbindung.“

Miriam: „Und was passiert in deinen 1-zu-1-Coachings?“

Julia: „Zunächst einmal schaffen wir einen Raum, in dem du dich gesehen und gehört fühlst, genau so, wie du bist. Es darf erstmal alles da sein an Gefühlen, an Ängsten und an Sorgen. Und wir schauen, welches Thema gerade wirklich dran ist in Deinem Leben.

Oft landen wir bei Themen, die mit dem Selbstwert zu tun haben, mit unbewussten Ängsten, mit einer zu starken Anpassung an das Umfeld – was im Alltag zu Stress und Überlastung führt.  Wir schauen, welche alten Verletzungen noch in dir wirken, welche Glaubensmuster und Überlebensstrategien dich gerade noch davon abhalten, das Leben aufzubauen, das dich wirklich erfüllt und glücklich macht.

Ich arbeite am liebsten so, dass die Klientin/der Klient sich in einer Art meditativem Zustand befindet, denn dann kann man gut mit dem Unterbewussten arbeiten. Oft zeigt sich so, was noch geheilt oder angeschaut werden will. Und worum es eigentlich bei einem bestimmten Symptom geht. Außerdem stelle ich immer wieder fest, dass bereits alle Antworten in uns angelegt sind. Ich helfe lediglich dabei, diese Antworten herauszuarbeiten wie eine Art Geburtshelferin.

Ich liebe diesen Prozess, denn oft passiert über mehrere Sitzungen hinweg etwas Magisches. Eine sichtbare und fühlbare Transformation: Weg von der Selbstblockade, weg von den Selbstvorwürfen und der Überanpassung und hin zu einem freieren und selbstbestimmteren Zustand, in dem du wieder deine Möglichkeiten siehst, deine innere Schönheit feierst und deine Fähigkeiten und Talente anerkennst. Eine Transformation, nach der du dir selbst wieder zutraust, deine Träume und Wünsche anzugehen, dein Potenzial zu leben und deine Gaben mit der Welt zu teilen. Wenn am Ende die Augen des Coachees wieder leuchten, weiß ich, dass das Coaching erfolgreich war!“

Miriam: „Was sagst du Menschen, die dieses Interview lesen und mit dir zusammenarbeiten möchten?“

Julia: „Ich würde mich so sehr freuen, dich kennenzulernen und dich ein Stück auf deinem Weg begleiten zu dürfen! Ich bin gespannt, welche Themen du mitbringst und ich bin gespannt auf unseren gemeinsamen Prozess!

Weil viele Menschen zum ersten Mal ein Coaching machen, biete ich zum Kennenlernen ein kostenloses Mini-Coaching an. Dann kannst du überprüfen, ob das etwas für dich ist und ob dir meine Art des Coachings liegt. Schaue gerne auf meiner Website vorbei, dort kannst du einen Termin vereinbaren und auch mehr über meine Arbeit und aktuelle Termine erfahren: www.julia-anna-richter.de „.

Mehr von Julia

zu sehen ist das Logo von Anna Richter mit dem Slogan Anders zum Glück

Möchtest du raus aus der Anpassung und deinen Selbstzweifeln kommen und stattdessen hin zu innerer Sicherheit, Selbstvertrauen und gelebtem Potenzial?

Dann schau gerne einmal hier auf Julias Profil vorbei und erfahre mehr über Julia und ihr Angebot.

Auf ihrem YouTube-Kanal ANDERS ZUM GLÜCK findest du zudem weitere Tipps und Tools rund um Hochsensibilität.

Viele Muster lassen sich kognitiv erklären –
und bleiben trotzdem bestehen.

  • Möchtest du wiederkehrende Muster nicht nur erkennen, sondern wirklich verändern?
  • Suchst du nach belastenden Erfahrungen wieder Ruhe, Klarheit und innere Sicherheit?
  • Wünschst du dir echte Verbindung statt dauernder Anpassung?
  • Bist du bereit, deine Beziehungsmuster verändern?

Systemische Beratung betrachtet Menschen nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit der Welt, den Beziehungen, Erfahrungen und Herausforderungen, die sie prägen. Es geht darum neue Perspektiven und bisher unbewusste Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen, die schon in dir da sind.

Wie ich arbeite

Es geht darum innere Muster und äußere Dynamiken zu erkennen und dann durch Körperwahrnehmung langsam innere Sicherheit, Ressourcen und Selbstwirksamkeit zu (wieder-) zu entdecken. Das geschieht bewusst, langsam und in kleinen Schritten, damit dein Nervensystem die Erkenntnisse auch integrieren kann. Veränderung geschieht in deinem Tempo, mit Fokus auf Selbstwert, Grenzen und innere Sicherheit.
Möchtest du dich wieder mehr mit dir selbst verbinden?

Wer ich bin

Geboren in der Schweiz mit bayerischen Wurzeln, bin ich im Rheinland und Südkorea aufgewachsen – unterschiedlichen Kulturen und Perspektiven haben mein Leben geprägt. Schon seit meiner Jugend fasziniert mich, wie vielfältig die Welt ist und wie unterschiedlich Menschen ihre Realität erleben. Meine Familie und unser Lebensstil haben mich selbst vor große Herausforderungen gestellt. Dabei habe ich gelernt, dass ein Perspektivenwechsel oft der Schlüssel zu neuen und überraschenden Lösungen sein kann.

Meine Leidenschaft ist es, Menschen zu begleiten, die ihren eigenen, authentischen Weg gehen möchten – einen Weg, der sich lebendig und stimmig anfühlt und ihnen hilft, ihr Potenzial zu entfalten. Ich arbeite seit 2015 mit Jugendlichen, Erwachsenen und Familien im Bereich der Orientierungs- und Entscheidungsberatung. Außerdem habe ich umfangreiche Erfahrungen in der Berufs- und Bildungsberatung sowie im Managementbereich und Organisationsentwicklung. 

Viele hochsensible Menschen kennen das Gefühl, viele Fähigkeiten zu haben, eigentlich schon viel erreicht zu haben, hohe Ideale zu haben und sich gleichzeitig immer wieder stark zu hinterfragen.

So entsteht oft die Situation, dass wir perfektionistisch sind, viel an uns zweifeln, uns stark anpassen oder uns eher zurückzuhalten, obwohl wir spüren, dass da eigentlich viel mehr in uns steckt, was ausgedrückt und in die Welt gebracht werden will.

In meiner Begleitung als Coach geht es deshalb nicht darum, dich zu verändern oder „besser“ zu werden. Sondern darum, dich zu verstehen und wieder mehr du selbst zu werden.

Wir schauen uns an:

  • Was bedeutet Hochsensibilität für dich ganz konkret?
  • Unter welchen vermeintlichen Defiziten leidest du?
  • Wo stehst du dir immer wieder selbst im Weg?
  • Welche Schutz-Muster haben sich im Laufe der Zeit entwickelt?
  • Was denkst du über dich und deine Fähigkeiten?

Von dort aus entsteht langsam ein neues Verständnis für dich selbst und oft auch etwas mehr Selbstmitgefühl.

Ein nächster wichtiger Schritt ist, wieder in Kontakt mit dir selbst zu kommen:
mit deiner Wahrnehmung, deinen Bedürfnissen – und auch mit dem, was dich ausmacht, deinem Potenzial:

  • Was kannst du eigentlich besonders gut?
  • Was macht dir Freude?
  • Was hat dich vielleicht schon als Kind begeistert?

Um diesen Zugang zu dir selbst wirklich zuzulassen, braucht es Sicherheit.

Deshalb ist es mir wichtig, auch dein Nervensystem mitzunehmen.
Also nicht über Druck zu gehen oder dich zu etwas zu bringen, wofür du innerlich noch nicht bereit bist. Sondern in deinem Tempo zu erfahren: Es ist sicher, ich selbst zu sein und mich zu zeigen.

So kann sich mit der Zeit auch dein Selbstwert verändern – nicht, weil du etwas geleistet hast, sondern weil du dich mehr und mehr verstehst und annimmst.
Oft gehen diese Schritte Hand-in-Hand damit, dich mehr zu zeigen, deinen Platz einzunehmen und deinen eigenen Weg zu gehen.

Den ganzen Prozess der Transformation würde ich ungefähr so beschreiben:

Von: „Ich zweifle an mir und passe mich an“ hin zu: „Ich bin mit mir verbunden und traue mich, meinen Weg zu gehen.“

Jedes neue Jahr bringt sie mit sich: Die Neujahrsvorsätze. Und genauso zuverlässig kommen im Februar die Gedanken:
„Warum klappt das schon wieder nicht?“
„Ich wusste doch, dass ich es nicht durchziehe.“
Für viele fühlt sich das wie persönliches Versagen an. Für hochsensible, feinfühlige Frauen – besonders Mütter – ist es jedoch etwas ganz anderes: ein Nervensystem-Problem, kein Willensproblem.

Warum große Vorsätze so oft scheitern (und es nicht an dir liegt)

Unser Nervensystem liebt eines über alles: Vorhersagbarkeit. Nicht Glück. Nicht Erfüllung. Nicht Wachstum. Es liebt Sicherheit. Und Sicherheit entsteht durch Gewohnheit – selbst dann, wenn diese Gewohnheit uns erschöpft, klein hält oder unglücklich macht. Das ist somit keine echte Sicherheit. Es ist eine Illusion. Das ist der erste unbequeme Punkt, den viele unterschätzen:

Dein Nervensystem bevorzugt das Bekannte gegenüber dem Guten.

Deshalb fühlt sich selbst ein positiver Vorsatz, zum Beispiel mehr Ruhe, mehr Selbstfürsorge, weniger Funktionieren, zunächst wie eine Bedrohung an. Nicht bewusst. Aber körperlich. Und genau hier beginnt das innere Dilemma:

Beide meinen es gut. Und sie sprechen unterschiedliche Sprachen.

Die Illusion: „Ich brauche nur mehr Disziplin“

Was im Januar oft passiert: Wir setzen uns Ziele, die auf einer mentalen Ebene sinnvoll sind – und gleichzeitig körperlich nicht integriert werden.

Beispiele:

Groß gedacht. Ehrlich gemeint. Und trotzdem scheitern sie. Warum? Weil dein Nervensystem diese Vorsätze nicht als sicher erkennt.

Es kennt nur:

Und jedes Mal, wenn du versuchst, etwas zu ändern, ohne wahre, innere Sicherheit aufzubauen, meldet es sich mit einem vertrauten Gefühl: „Es klappt ja doch nicht.“ Das ist kein Zeichen, dass du falsch bist. Es ist ein Zeichen, dass dein System gerade lernt. Wie gehen lernen bei deinen Kindern. Das hat vom Umdrehen, über das Stehen und Sitzen bis zum sicheren Gehen auf allen Böden und mit jedem Schuhwerk mooonatelang gedauert. Dein Nervensystem-Training ist dein Gehen-lernen.

Ein oft missverstandener Punkt: Anpassung fühlt sich nicht sofort wie Erfolg an

Hier liegt ein großer Denkfehler: Wir glauben, dass sich Veränderung schnell gut anfühlen müsste. Tatsächlich passiert oft das Gegenteil. Das Nervensystem passt sich sehr wohl an neue Reize an, aber es sendet in der Übergangsphase weiterhin Stresssignale.

Das bedeutet:

Viele hören hier auf. Nicht, weil sie nicht können, sondern weil sie diese Phase falsch deuten.

Kontrolle im Außen vs. Verbindung im Inneren

Gerade hochsensible Frauen neigen dazu, Sicherheit im Außen zu suchen:

Das gibt kurzfristig Kontrolle (und das Gefühl von Sicherheit). Und langfristig kostet es dich die wichtigste Verbindung – zu dir selbst. Weil du zu wenig von dem tust, was dir selbst gut tut. Echte Veränderung beginnt nicht mit mehr Kontrolle, sondern mit etwas viel Schwierigerem: bedingungsloser innerer Verbindung.

Das bedeutet:

Im Außen bedeutet das, nicht mehr (nur) die Dinge zu tun, die andere von dir brauchen oder wollen. Es bedeutet, dass du „Nein“ sagst, auch wenn dein Gegenüber damit ein Problem hat. Es bedeutet, dass du den Frust deines Gegenübers aushältst, denn das ist nicht deine Verantwortung. Ich weiß, es ist schwer.

Und ich begleite dich hier sehr gern, damit du entspannt und ohne schlechtes Gewissen „Nein“ sagst und tiefes Vertrauen in die wohltuenden Beziehungen um dich herum hast.

Warum Mini-Mini-Baby-Steps kein Trick sind, sondern Neurobiologie

Große Vorsätze scheitern nicht, weil sie zu ambitioniert sind. Sie scheitern, weil sie das Nervensystem übergehen. Sie scheitern, weil wir nur das große Ziel vor Augen haben und nicht an die kleinen Mini-Erfolge dazwischen denken. Mini-Mini-Baby-Steps hingegen haben eine andere Wirkung: Sie erzeugen Mikro-Sicherheit. Außerdem siehst du die kleinen Erfolge dazwischen.

Zum Beispiel:

Diese Schritte wirken unscheinbar. Zuerst mal: besser kleine Schritte als gar keine. Momentan stehst du am Punkt „es hat sich bisher nichts verändert“. Ab dem Moment, wo du kleine Schritte geschafft hast, bist du schon weiter als jetzt. Und die kleinen Schritte senden deinem System eine neue Botschaft: Veränderung ist sicher. Ich überlebe sie. Erst so ist wahres Wachstum möglich.

Der wichtigste, oft übersehene Tipp

Der größte Fehler bei Neujahrsvorsätzen ist nicht das Aufgeben. Sondern die Selbstabwertung danach, wenn wir es gefühlt „wieder nicht geschafft haben“. Wenn du dir vornimmst, etwas zu verändern, und es nicht sofort hält:

Sei liebevoll und milde mit dir selbst. Es ist ganz klar, dass du „es“ nicht sofort kannst. Dein Nervensystem (und dein Gehirn ist ein großer Teil davon) muss erst lernen, wie es sich stattdessen verhalten soll. Denk ans Gehen lernen. Und frage dich stattdessen: Was hat sich in mir gerade unsicher angefühlt? Diese Frage verändert alles. Denn sie verschiebt den Fokus von Leistung auf Beziehung. Und genau dort entsteht nachhaltige Veränderung.

Dein neues Jahr darf groß beginnen – und sanft getragen werden

Du darfst Visionen haben. Du darfst groß denken. Du darfst dir mehr wünschen. Und wenn du willst, dass diese Vorsätze bleiben, müssen sie:

Nicht, damit du endlich „besser funktionierst“. Sondern damit du bei dir bleibst, während sich etwas verändert. Damit du in deiner Verbindung zu dir selbst bleibst, selbst wenn es im Außen gerade ordentlich ruckelt. Genau dort beginnt echte, tragfähige Veränderung.

Mein Angebot für dich

Ich begleite hochsensible Mamas, die sich im Alltag verloren haben – zwischen Reizüberflutung, Schuldgefühlen und dem Versuch, alles richtig zu machen. Nicht mit Ratschlägen oder „Mach-es-besser“-Tipps, sondern mit Ruhe, Tiefe und echtem Verstehen.

Ich arbeite körperorientiert, emotional und tief. In meinen Begleitungen geht es nicht darum, „funktionierender“ zu werden, sondern dein Nervensystem zu regulieren, damit Ruhe, Selbstvertrauen und Freude wieder spürbar sind.

Sprich gerne mit mir, wenn du mehr wissen möchtest und buche dir HIER einen kostenfreien Termin für ein Erstgespräch mit mir oder finde weitere Informationen auf meiner Website.

Aktuell bin ich viel in meinem Garten unterwegs und mache diesen winterfest. Die Birnen wurden geerntet, die letzten Tomaten erröten und die Herbstblumen geben alles.

mehrere Tomaten am Strauch

Die Natur zeigt mir wieder sehr deutlich, dass es auf die passenden Rahmenbedingungen ankommt. Und auch wenn diese Erkenntnis keine neue ist, so wird mir wieder sehr klar, dass beispielsweise meine Tomaten eben einen sonnigen Standort mit der richtigen Erde, wenig Regentropfen von oben und viel Wasser von unten möchten, um sich gut entwickeln zu können.

Und natürlich weiß ich eigentlich, was meine Tomaten brauchen – aber was habe ich getan? Ich habe es ignoriert: Ich habe eine Tomatenpflanze in die Erde an einen windgeschützten, sonnigen Standort gepflanzt und eine anderen Setzling hatte ich aus Platzgründen in einen Blumentopf gebettet, der mitten im Gemüsebeet stand. Und oh Wunder, die Pflanze in der Erde, an der windgeschützten sonnigen Seite trug in dieser Saison wunderbare Früchte, die im Topf fand ihr Leben eher anstrengend und war nicht produktiv.

einzelne Tomate am Strauch

Erkenntnis des Sommers: man benötigt die passenden Rahmenbedingungen, um gesund zu wachsen.

Und auch ich als hochsensible Person brauche den richtigen Standort, das passende Umfeld und entsprechende (Selbst-)Fürsorge, um mich wohlzufühlen und mich entwickeln zu können. Ich brauche aber auch das Wissen darum, was mir guttut und wo meine Ressourcen gestärkt oder verbrannt werden.

Das Wissen, was ich speziell als Hochsensible benötige, habe ich mir in den letzten Jahren erarbeitet. Denn ich bin in einem Umfeld aufgewachsen, in dem mir nicht beigebracht wurde, auch mich zu hören, in mich reinzuspüren und dann auch darauf zu vertrauen, dass das, was mein Inneres mir flüstert, auch wahr ist und ausgelebt werden möchte. Mir wurde suggeriert, ich sei zu sensibel, zu empfindlich. Ich solle durchhalten und mich anpassen. Dass das, was ich empfinde nicht sein könne, denn meine Eltern würden es nicht sehen/hören/spüren etc…

Ich wurde eine Meisterin im Spiegeln der anderen, denn die kamen ja klar. So wollte ich sein und ich lernte, das Verhalten über 30 Jahre lang zu perfektionieren. Ich war also wie meine Tomatenpflanze im Topf am falschen Standort und habe mit aller Kraft ein paar Tomaten produziert und mich gleichzeitig mit den Tomatenpflanze im Boden an der sonnigen, windgeschützten Ecke verglichen und mich schlecht gefühlt, weil ich nicht so ertragreich war wie sie. Ich war dauerhaft müde, angespannt und von mir selbst enttäuscht. Durch dieses Verhalten war ich zudem unsicher und wenig authentisch.

Ich habe mich umgepflanzt

Mittlerweile habe ich zum Glück Worte und Erklärungen für mein Denken und Fühlen und ich sehe bei so vielen anderen Menschen, die ich begleiten darf, dass ich damit nicht alleine bin. Alles beginnt mit der Erkenntnis, dass ich eben hochsensibel bin. Und dass ich wunderbar danach leben und mir meine eignen Rahmenbedingungen schaffen kann, um mich gesund zu entwickeln. Und ich darf mich priorisieren. Denn Selbstfürsorge oder das Gefühl des „Seele-baumeln-lassens“ war für mich lange Zeit sehr schwer, da ich gar kein Gespür für mich und meine Bedürfnisse hatte und selbst als ich das hatte, habe ich mir nicht erlaubt, danach zu leben.

Ich muss nicht die Pflanze mitten im Beet im Topf sein, sondern kann mich ganz einfach selbstbestimmt und zu meinen Bedingungen umpflanzen.

In meinem Fall sind das Bedingungen wie

💛 Selbstfürsorge: ich darf mich und meine Bedürfnisse priorisieren
💛 ein Workflow mit Tiefgang in meinem Rhythmus, den ich dank der Selbständigkeit nun habe
💛 Rückzugsmöglichkeiten, in denen ich alleine sein kann
💛 Sport (den ich eigentlich hasse, mir aber gut tut)
💛 Regenerationszeiten, um meinen Gedanken nachzuhängen (was mir lange sehr schwer fiel, da ich dachte ich müsste ja immer produktiv und in Action sein)
💛 wenig Geräuschkulisse um mich herum oder zumindest ruhige Zeiten nach turbulenten
💛 Sozialkontakte, die mich stärken statt Energie zu kosten
💛 eine funktionierende Kinderbetreuung

Wenn diese Rahmenbedingungen nicht oder nur teilweise gegeben sind, existiere und funktioniere ich bis zu einem bestimmten Grad zwar auch, doch mein Ertrag, sprich meine Leistungsfähigkeit oder gar Kreativität gehen gegen Null, mein Nervensystem gerät in Übererregung und mein Körper sendet mir deutliche Signale, dass es ihm nicht gut geht.

Wo sind deine Wachstumspunkte?

Deine eigenen Rahmenbedingungen für dein gesundes Wachstum kannst du ganz einfach anhand des Lebensrads rausfinden und gewichten.

Mithilfe meines kostenfreien Workbooks erarbeitest du dir hier deine Lebensthemen und erkennst, was du eigentlich brauchst und wo es in der Umsetzung noch hapert. Dies können beispielsweise Themen sein wie:

💛 Beruf und Berufung
💛 Beziehung
💛 Finanzen
💛 Freizeit

💛 Gesundheit
💛 Kreativität
💛 persönliches Wachstum
💛 Umfeld

Für ein erfülltes und ausgewogenes Leben sollten idealerweise alle Bereiche gut ausbalanciert sein oder sich gegenseitig ergänzen.

Meine kostenfreie Vorlage inklusive Anleitung erhältst du, wenn du dich HIER zum Newsletter anmeldest.

Leeres Lebensrad zum ausfüllen

Mein Angebot für dich

Möchtest du, dass wir gemeinsam erarbeiten, wo und wie du noch mehr für deine Hochsensibilität tun kannst und dein Lebensrad optimieren?

Dann habe ich hier das ultimative Angebot für dich: 60 Minuten lang dreht sich alles um dich.

Wir schauen uns an, welche Tools du nutzen kannst um deine Hochsensibilität bestmöglich auszuleben und gehen gemeinsam dein Lebensrad mit allen Parametern durch. Du entwickelst ein besseres Gespür für deine Wachstumsbedingungen und bekommst wertvolle Impulse.

Für 39 € bekommst du eine Stunde mit mir, in der es um dich und deine Rahmenbedingungen geht.

Schreib mir HIER eine E-Mail mit dem Betreff „Lebensrad“ und wir finden einen gemeinsamen Zoom-Termin.

Portrait von Miriam von dem Bruch, Mentorin in unserem Große Schwester Netzwerk für Hochsensibilität.

Ich bin mit meinen Ü-40 nun in einem Alter, in dem ich bei mir und meinem Umfeld beobachte, wie sich vermehrt Beziehungen und Freundschaften verändern, sich berufliche Wege irgendwie falsch anfühlen, die Kinder unabhängiger und die eigenen Eltern dafür hilfsbedürftiger werden, wir selbst altern mit alldem, was dazugehört und die politische Lage zudem unruhig ist.

Diese Themen stellen mich immer wieder vor große Herausforderungen und rütteln mein Leben richtig durch. Und nicht selten stelle ich mir in diesen Zeiten Fragen, die ich jahrelang nicht hören oder gar beantworten wollte….Fragen wie: „War das schon alles?“, „Wie soll das weitergehen?“, „Woher nehme ich die Kraft?“, „Was will ICH denn eigentlich und was sind MEINE Bedürfnisse?“.

Schwellenzeiten erkennen

Eine Freundin hat mich letzte Woche zu einer Lesung mitgenommen von einer – mir bis dahin unbekannten – Autorin, Sabrina Gundert. Es ging um ihr neues Buch „Schwellenzeiten, Wandelzeiten“, in dem sie über Lebenskrisen und den Umgang mit ihnen schreibt. Ich habe nicht viel erwartet und wollte mich überraschen lassen, was Sabrina zu sagen hat.

Und ich wurde positiv überrascht, trotz des – für mich gefühlt schweren- Themas. Denn tatsächlich hat der Abend mir eine neue Perspektive auf meine Herausforderungen geschenkt.

Nach der Lesung habe ich das Buch von Sabrina gekauft. Marketing voll aufgegangen😉

„Wenn das Alte nicht mehr
und das Neue noch nicht trägt,
lausche ich nach innen
auf den Weg, der kommen will.“

Sabrina Gundert

Sabrina berichtete von ihren persönlichen Krisen und erzählte von Herausforderungen ihrer Kundinnen, die sie im Rahmen ihrer Coachings begleitet.

Jeder und Jede von uns kennt Krisen, doch wie wir mit ihnen umgehen und sie angehen, unterscheidet sich stark. Sie ermutigte uns, in Krisen die Schwellenzeiten zu betrachten, sprich die Übergänge zwischen Alt und Neu. Sie treten immer dann auf,  wenn es einen Bruch im Leben gibt. „Schwellenzeiten an sich sind neutral. Auch mit der Geburt eines Kindes, mit einer Heirat, einem gewollten Jobwechsel oder einem bewussten Umzug betrittst du eine Schwellenzeit. Dein altes Leben, so wie es vorher war, gibt es nicht mehr. Der große Unterschied ist hier: Du hast dir diese Veränderung in deinem Leben selbst ausgesucht“, Zitat aus dem Buch, Seite 21.

Wie anders fühlen sich hingegen Umbrüche an, die wir nicht geplant oder gewollt haben. Trennungen, Kündigungen, Krankheiten, Tod…. Aber auch Ereignisse wie Wechseljahre, Ruhestand oder der Auszug der eigenen Kinder stellen lebensverändernde Einschnitte mit Schwellenzeiten dar. Oft erleben wir eine persönliche Krise als Chaos, Unsicherheit oder als das Gefühl, nicht mehr „weiterzukommen“.

Der Übergang von Alt zu Neu braucht Zeit und darf zelebriert werden. Es hilft, diesen Übergang als natürliche Phase zu sehen und geduldig mit ihm und uns zu sein. „Du stehst dazwischen und hast keine Ahnung, wie das eigene Leben weitergehen soll. Damit aus Hilflosigkeit und Ohnmacht wieder Handlungsfähigkeit wird, begleitet dich dieses Buch kompetent und umfassend durch deine persönliche Schwellenzeit.“, Zitat aus dem Klappentext des Buchs.

Wie man mit Krisen umgehen kann

Nachfolgend möchte ich dir meine persönlichen Learnings aus der Lesung und dem Buch mit auf den Weg geben, denn was mich am meisten begeistert hat, sind die genannten Möglichkeiten, um mit Krisen umzugehen. Hierbei geht es nämlich nicht um das viel gepriesene richtige Mindset, toxische Positivität oder sonstige allzu spirituelle Ansätze nach dem Motto „Es geschieht alles für dich und zu deinem Besten“. Vielmehr dürfen wir uns erlauben, schlechte Zeiten auch schlecht zu finden und eben das zu zelebrieren. 

Im Buch gibt es zu allen Punkten einige praktische Übungen, die dir helfen deine Schwellenzeit zu gestalten.

💛 Annehmen statt verdrängen
Je mehr wir uns gegen eine Krise wehren, desto stärker klammert sie sich fest. Erst wenn wir erkennen, dass es kein Zurück mehr gibt und wir das Alte verabschieden, können wir an den tiefsten Punkt gelangen, der nötig ist, um weiterzukommen. Wir dürfen zudem lernen, Gefühle wie Angst, Traurigkeit oder Wut zu spüren und ihnen Raum zu geben statt sie kleinzureden.

💛 Altes würdigen, Neues willkommen heißen

Sabrina betont, wie wichtig es ist, das Alte nicht nur loszulassen, sondern auch zu würdigen. Vielleicht war dein Job zehn Jahre lang genau richtig, jetzt aber nicht mehr. Vielleicht hat eine Beziehung dich wachsen lassen und du kannst jetzt mehr für dich einstehen. Erst durch die Anerkennung dessen, können wir frei werden für das Neue.

💛 Raum für Übergänge schaffen
Kleine oder große Rituale können helfen, die Schwellen sichtbar machen. Das kann ein bewusst gestalteter Abschied sein, ein Vision Board, ein Übergangsritual im Freundeskreis, ein extra gestalteter Ort in deiner Wohnung, ein Notizbuch oder einfach ein Moment der Stille sein.

💛 Selbstfürsorge und Unterstützung annehmen
Finde heraus, was dir guttut und achte auf deine Grundbedürfnisse: Iss und trink ausreichend, versuche genügend Schlaf zu bekommen, geh raus an die frische Luft und priorisiere dich. Teile dich deinem Umfeld mit und nimm Hilfe an, auch wenn es dir vielleicht schwerfällt. Doch gerade in einer Krise ist es heilsam, sich mit Freunden und Freundinnen auszutauschen oder auch professionelle Begleitung in Anspruch zu nehmen.

Eine Krise im Leben ist nicht gleich eine Lebenskrise

Keine Frage, Krisen sind unbequem und oft auch schmerzhaft. Sabrina hat mir jedoch Mut gemacht, solche Krisen-Phasen nicht nur zu ertragen, sondern sie bewusst zu gestalten, sie anzunehmen und mit ihnen weiterzumachen. Ich versuche also, neugierig zu bleiben und meine Schwellenzeiten als Wegweiser zu meinem Leben in seiner ganzen Tiefe zu sehen.

💛 Hier kannst du das Buch kaufen**

💛 Weitere Buchtipps findest du hier.

Buchtitel Schwellenzeiten Wandelzeiten von Sabrina Gundert
Buchtitel Schwellenzeiten Wandelzeiten von Sabrina Gundert

*Unbezahlte, unbeauftragte Werbung, Buch selbst gekauft
**Affiliatelink

Im Juni habe ich mit unserer Großen Schwester Sonja Klein über ihren persönlichen Weg als hochsensible Selbständige gesprochen und wie sie es geschafft hat, dank ihrer Hochsensibilität ihre Berufung zu finden. Gerade ist ihr neues E-Book mit dem Mini-Selbstlern-Kurs für hochsensible Frauen erschienen. Dort zeigt sie uns 20 Wege, wie wir uns besser abgrenzen können.

Miriam: Sonja, nimm uns doch einmal mit, was dich zu deinem E-Book „NEIN sagen mit Herz – 20 charmante Wege, Dich abzugrenzen, ohne zu verletzen.“ inspiriert hat und für wen dein neuer Mini-Kurs und das E-Book besonders geeignet sind.

Sonja: In meiner täglichen Arbeit als Coach für Hochsensibilität kommt immer wieder das Thema Grenzen setzen auf. Vor allem uns hochsensiblen Frauen scheint es besonders schwer zu fallen, unsere eigenen Bedürfnisse erst einmal zu erkennen und schließlich auch auszusprechen. Direkt daran schließt sich dann das Thema Grenzen setzen an, denn wenn wir einmal verstanden haben, wo unsere ganz persönliche Grenze liegt und in welchem Bereich genau, dann dürfen wir lernen, mutig und selbstbewusst für diese einzustehen.

Portrait von Sonja Klein Coachin für hochsensible Frauen

Viele hochsensible Frauen haben sich ihr Leben lang eher angepasst, möchten nicht anecken oder sich immer wieder erklären. Sie gehen Disharmonie meistens aus dem Weg oder fühlen sich schlecht oder gar egoistisch, wenn sie sich plötzlich selbst einmal an die erste Stelle stellen.

Es gibt ganz verschiedene Bereiche, in denen wir Grenzen setzen müssen. Die Wichtigsten sind:

1. Freunde/Familie/Soziales
2. Beziehung/Partnerschaft
3. Beruf/Job

Und genau für diese Bereiche habe ich in meinem kompakten E-Book unter anderem 20 konkrete Formulierungshilfen zusammengestellt, denn die Kommunikation ist meist eine der größten Herausforderungen. Mit diesen Formulierungshilfen können sich hochsensible Frauen in einer Situation, in der sie gerade ihre Grenze mutig gesetzt haben, gut geschützt und gestärkt fühlen und diese Grenze auch ausdrücken.

Miriam: Wo du gerade deine Arbeit ansprichst, was bietest du an und vor allem für wen?

Sonja: Ich bin ausgebildete Heilpraktikerin für Psychotherapie und Coach für Hochsensibilität und hatte bis Ende 2024 meine eigene Praxis in Hannover. In den letzten Jahren hat sich mein Fokus immer mehr in Richtung Hochsensibilität und Weiblichkeit entwickelt, so dass ich mittlerweile fast ausschließlich mit hochsensiblen Frauen zusammenarbeite. Gemeinsam klären wir erst einmal, was Themen und Herausforderungen sind, vor denen man steht und inwiefern sich diese auf die Hochsensibilität beziehen. Anschließend schauen wir uns genau die persönlichen Herausforderungen, Stärken und Bedürfnisse an und arbeiten an Strategien und Lösungen für einen entspannten, leichteren Umgang mit dieser wertvollen Charaktereigenschaft, sowohl beruflich, als auch privat. Wenn du erstmal selbst schauen möchtest, inwieweit bei dir eine Hochsensibilität vorliegt, dann schau doch gerne in meine kostenlose „Schatzkiste“, in der du eine Präsentation mit den wichtigsten Merkmalen der Hochsensibilität, ein kleines Willkommensvideo von mir und einen offiziellen Selbsttest nach E. Aron findest.

Mittlerweile arbeite ich ausschließlich online und stelle immer wieder fest, dass Nähe und Vertrauen, was essentiell für meine 1:1 Coachings oder Gruppenkurse ist, schnell entstehen. Dank des Internets kommen meine Klientinnen aus ganz Deutschland und auch aus Österreich und der Schweiz und genießen das Gefühl entspannt von zu Hause mit mir sprechen zu können.

Miriam: Wie kam es zu deinem beruflichen Schwerpunkt Hochsensibilität?

Sonja: Ich selbst habe jahrelang nichts von meiner eigenen Hochsensibilität gewusst. Erst mit Mitte 30 bin ich plötzlich und durch Zufall über das Thema Hochsensibilität gestolpert. Ich hatte damals ein Buch gelesen und nachdem ich es zugeklappt habe, habe ich zu meinem Mann gesagt: „Olli, da hat einer ein Buch über mich geschrieben!!!“ Es fühlte sich an, als würde jemand in Worte fassen, was ich bisher nur gefühlt habe. Es war eine unglaubliche Erleichterung, endlich zu spüren, dass ich nicht die Einzige bin, die anders denkt, fühlt oder handelt – zumindest die Autorin tat es auch 🙂 Es hat mir zudem geholfen, mich nicht länger als „zu viel“ oder „zu empfindlich“ oder als „anders“ zu sehen – sondern einfach als jemand, der sehr bewusst wahrnimmt. Und viel fühlt. Seitdem hat mich das Thema nicht mehr losgelassen und ich habe mich selbst komplett neu kennengelernt. Und ziemlich schnell gespürt, dass es mein absolutes Herzensthema ist.

Portrait von Sonja Klein Coachin für hochsensible Frauen

In meiner Arbeit als Heilpraktikerin für Psychotherapie erlebe ich übrigens viele Frauen, die sich immer wieder hinterfragen und an sich zweifeln. Es stellte sich dann sehr oft heraus, dass sie hochsensibel sind, ohne dass sie es bis dahin wussten. Ich liebe es, hochsensible Frauen zu begleiten, die sich oft „anders“ fühlen und ihre Sensibilität endlich annehmen, lieben und als Stärke leben möchten – glücklich, leicht, und selbstbewusst! Bei mir braucht sich niemand erklären sondern darf einfach sein – mit allem, was wahrgenommen, gefühlt oder gebraucht wird.

Miriam: Oh ja, das alles kenne ich ja auch nur zu gut und ich glaube, dass es vielen Hochsensiblen genauso geht. Was war dein größter Game-Changer im Hinblick auf deine eigene Hochsensibilität?

Sonja: Grenzen setzen ist einer der wichtigsten Schlüssel! Hierfür brauche ich aber eine gute Grundlage, die ich über Akzeptanz, Reflexion und Kommunikation erreiche. Heute kann ich ehrlich sagen: Ich setze Grenzen – klar, mutig und ohne Schuldgefühle.

💛 Ich weiß, was ich brauche – und darf das auch sagen.
💛 Ich spüre meine Grenze, bevor ich mir zu viel auflade oder mich überfordere.
💛 Ich habe gelernt, dass mein Nein kein Nein zu anderen ist – sondern vor allem ein Ja zu mir.

Ich weiß aber auch genau, wie schwer mir das alles bis hier gefallen ist. Daher liegt mir das Thema Grenzen setzen als hochsensible Frau auch so sehr am Herzen. Und daher habe ich einen kostenfreien Selbsttest mit 20 Fragen entwickelt, der dir zeigt, welche Grenze dir gerade besonders schwer fällt zu halten. Denn es gibt vier wichtigste Arten von Grenzen, die wir erstmal erkennen dürfen, damit wir gezielt in die Veränderung und Umsetzung gehen können.

Darüber hinaus biete ich meinen Mini-Selbstlern-Kurs für hochsensible Frauen an: „Grenzen setzen – ohne schlechtes Gewissen!“, der dir in fünf Modulen genau zeigt, wie du als hochsensible Frau mutig und selbstbewusst Nein sagst! Mit meinem „Nein zu anderen – Ja zu dir – Ansatz.“

Miriam: Ich bin mir auch sicher, dass die Themen „Nein-sagen“ und „Grenzen setzen“ sehr viel Potenzial für uns Hochsensible haben und weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es sein kann, für sich einzustehen. Vielen Dank, liebe Sonja, für diesen Einblick in deine Tätigkeit und deine eigene Reise in das Universum der Hochsensiblen!

Hier findest du weitere Infos:

💛 Sonjas Schatzkiste mit den wichtigsten Merkmalen der Hochsensibilität und einem Selbsttest (nach E.Aron) findest du HIER.

💛 Mini-Selbstlern-Kurs für hochsensible Frauen „Grenzen setzen – ohne schlechtes Gewissen!“ –> HIER

💛Den Selbsttest mit den vier wichtigsten Arten von Grenzen findest du HIER.

💛 Weitere Infos zu Sonja und ihren Kursen findest du zudem auf Sonja Website.

Portrait von Sonja Klein Coachin für hochsensible Frauen

Es gibt ein psychologisches Muster (Dunning-Kruger-Effekt), bei dem Personen sich und ihre Leistung besser einschätzen, als sie tatsächlich sind. Der Nachbar ist gefühlt zudem dümmer, die Kollegin fauler, nur man selbst weiß, wie es vermeintlich richtig geht und überschätzt sich dabei.

Aber es gibt auch das Gegenteil, das unter uns Hochsensiblen deutlich weiter verbreitet ist und für Leidensdruck sorgt: das Impostor-Syndrom (alternative Schreibweise Imposter) ist auch unter dem Begriff des Hochstapler-Phänomens bekannt.

Während beim Dunning-Kruger-Effekt sich weniger kompetente Menschen überschätzen und selbstbewusstes Auftreten trotz fehlender Expertise zelebrieren, bewerten beim Impostor-Syndrom kompetente Menschen ihre eigene Leistung zu schlecht.

Vor allem leistungsorientierte und erfolgreiche Personen stellen sich oft systematisch infrage und glauben, sie hätten ihre Erfolge nicht durch eigene Fähigkeiten, sondern durch Glück, Zufall oder äußere Umstände erreicht. Trotz objektiver und nachweisbarer Erfolge haben sie intensive Selbstzweifel sowie das Gefühl, nicht dazuzugehören und leben in der ständigen Angst, „entlarvt“ zu werden.

Begriff und Erscheinungsbild

1978 beschrieben die Psychologinnen Pauline Clance und Suzanne Imes erstmals das Impostor-Syndrom, wobei das Wort „Impostor“ ein englischer Begriff für „Hochstapler“ ist. Die Ursachen sind vielschichtig und meist biografisch bedingt.

Typische Merkmale können sein:

Selbstvertrauen statt „Hochstapler-Gefühle“

Langfristig kann Resilienz dabei unterstützen, die innere Selbstzweifel-Spirale zu durchbrechen und ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen – unabhängig von äußeren Erfolgen.

Ein resilienzorientierter Umgang kann bedeuten:

Online-Vorträge und Coaching

Wenn auch du dein Impostor-Syndrom besser kennenlernen möchtest, dann empfehle ich dir die Livevorträge von Dr. theol. Christina Pfestroff oder ein Coaching bei ihr (Werbung, ohne Auftrag und Zahlung😉).

Christina ist selbstständige Coachin, Trainerin und Mentorin für Stressbewältigung und Resilienzförderung in Bonn und befasst sich seit Langem mit den Ursachen und Auswirkungen von Stress. Sie schaut mit wissenschaftlich fundiertem Blick auf Stressmuster und erarbeitet Lösungsansätze: Was sind die Ursachen für unbegründeten Selbstzweifel? Und warum können kognitiv-verhaltensorientierte Fragen (IBSR) sie so wirkungsvoll lindern?

Online-Abend zum Impostor-Phänomen:
Selbstvertrauen statt „Hochstapler-Gefühle“

Viele Menschen, die erfolgreich ihren beruflichen oder akademischen Weg gehen, beschäftigt die Sorge, irgendwann als Hochstapler aufzufliegen. Trotz überdurchschnittlicher Leistung und ehrlicher Wertschätzung aus dem Umfeld nagen selbstkritische Gedanken an ihrem Selbstvertrauen. Was sind die Ursachen für diese unbegründeten Selbstzweifel? Und warum können kognitiv-verhaltensorientierte Fragen (IBSR) sie so wirkungsvoll lindern?

Der Online-Abend umfasst ein wissenschaftlich fundiertes Kurzinput zum Impostor-Phänomen, gemeinsame Reflexion und eine Einführung in die Selbstcoaching-Methode „Inquiry-Based Stress Reduction“, auch bekannt als IBSR/The Work nach Byron Katie Mitchell.

Mi, 24. Juni 2026, 19:00 – 20:30 Uhr (Zoom)
Teilnahmebeitrag: 24,- Euro

Anmeldung unter: christina.pfestroff@achtsame-fragen.de

Weitere Informationen über Christina und ihre Arbeit findest du auf ihrer Website achtsame-fragen.de. Hier gelangst du zu ihren aktuellen Terminen.

Hinweis: Dieser Blogbeitrag erhebt keinen Anspruch auf therapeutische Tiefe, sondern möchte zur Entstigmatisierung und Auseinandersetzung mit dem Phänomen beitragen.

Alleinreisen bedeutet, deine Zeit voll und ganz nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Ob du früh aufstehst, um den Sonnenaufgang zu sehen, oder lieber ausschläfst und den Tag gemütlich beginnst – jede Entscheidung liegt in deinen Händen. Diese Flexibilität macht das Alleinreisen zu einer einzigartigen Form der Erholung, besonders für Menschen, die im Alltag oft Fremdbestimmung erleben oder in familiäre Verpflichtungen eingebunden sind. Dieser Artikel hilft dir, die für dich richtige Art der Me-Time zu finden und nimmt dich an die Hand, um Dinge alleine, aber nicht einsam zu erleben.

Was denken bloß die anderen?

Häufig stehen wir uns selbst im Weg, weil wir uns nicht trauen, Dinge allein zu tun, die uns Freude bereiten. Wer kennt nicht das seltsame Gefühl, allein im Restaurant zu sitzen oder allein ins Kino zu gehen? Allein zu reisen – für viele ein beängstigender Gedanke.

Doch in einer Welt, die ständig Anforderungen an dich stellt, ist es essenziell, dir selbst den Raum zu geben, den du benötigst. Vor allem, wenn du Elternteil bist, trägst du vielfältige Verantwortungen – für dein(e) Kind(er), den Haushalt, die Arbeit und die Bedürfnisse deiner Partnerin und deines Partners, eventuell auch für die eigenen Eltern. Vielleicht bist du auch unbewusst in Rollenbildern gefangen und stellst deine eigenen Bedürfnisse oft in den Hintergrund. Zögerst du, deinen Wunsch nach Alleinzeit zu äußern, aus Angst, als egoistisch abgestempelt zu werden?

Genau hier liegt das Problem: Wer sich selbst nicht erlaubt, seine Bedürfnisse ernst zu nehmen, kann nicht gut für andere da sein. Es ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, dir selbst Zeit nur für dich zu nehmen – und das ohne Schuldgefühle.

Herausforderungen als Alleinreisende

Einsamkeit
Neben den eigenen Hürden und blockierenden Denkmustern ist für viele Menschen auch die befürchtete Einsamkeit ein Hemmnis. Selbst diejenigen, die gut Zeit mit sich allein verbringen können und die Freiheit und Ruhe genießen, können das Fehlen von Gesellschaft in bestimmten Momenten als belastend empfinden, insbesondere in Situationen, in denen sie sich verloren oder unsicher fühlen.

Sicherheit und Eigenverantwortung
Sicherheitsaspekte spielen ebenfalls eine große Rolle, da beispielsweise abends allein in einer fremden Stadt unterwegs zu sein, für viele eine Herausforderung darstellt. Und auch das Thema Verantwortung spielt eine Rolle: Wer allein reist, ist auch allein verantwortlich und muss sich selbst strukturieren. Eine gute Selbsteinschätzung, passende Planung im Vorfeld und eine durchdachte Organisation vor Ort helfen dir, deinem Urlaub einen passenden Rahmen zu geben.

Folgende Fragen können dir helfen,
die geeignete Art des Alleinreisens für dich zu finden

Gemeinsam reisen, individuell erleben

Das Alleinreisen hat viele Vorteile und bietet eine besondere Form der Selbstentfaltung und Entspannung. Für Menschen, die allein reisen möchten, aber die Herausforderungen minimieren wollen, sind spezielle Gruppenreisen gute Alternative. Die „Gruppenreise für Alleinreisende“ verbindet das Beste aus beiden Welten: die individuelle Freiheit, selbst zu entscheiden, wie du deine Zeit verbringst, und die Sicherheit sowie den sozialen Aspekt innerhalb einer Gruppe.

Allein, aber nicht einsam

Aktuell sind wir in der Planung von Angeboten exklusiv für alleinreisende Frauen, denn sie bieten genau diese Balance. Unsere Reisen sind darauf ausgelegt, dir eine angenehme Umgebung zu bieten, in der du deine Me-Time nach deinen eigenen Vorstellungen verbringen kannst.

Die Angebote beinhalten gemeinsame Unterbringung in einem Hotel, (nach Wunsch gemeinschaftliche) Mahlzeiten und optionale gemeinsame Unternehmungen wie Stadtführungen, Kreativangebote oder Yoga-Kurse – alles ohne den Druck, jede Aktivität gemeinsam unternehmen zu müssen. Die Anreise erfolgt in Eigenregie.

Ein weiterer Pluspunkt dieser Art zu reisen ist die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, dich mit Gleichgesinnten auszutauschen und vielleicht sogar Reisegefährtinnen für zukünftige Reisen zu finden. So wird „Me-Time“ neu gedacht – als eine Zeit, in der du zwar für dich bist, dich aber nie allein fühlt.

Wenn du weitere Informationen über unsere neuen Angebote erfahren möchte, findest du bald die Termine auf unserer Webseite oder melde dich HIER zu unserem Newsletter an und wir informieren dich entsprechend.

Was kannst du also tun, wenn die Hochsensibilität deine Beziehung belastet? Dieser Artikel beleuchtet die Herausforderungen und bietet dir praktische Ansätze für eine glückliche und verständnisvolle Partnerschaft.

Die hochsensible Welt

Hochsensible Menschen reagieren auf subtile zwischenmenschliche Nuancen, die andere oft nicht wahrnehmen. Dies kann zu tiefen, einfühlsamen Verbindungen führen. Doch ohne ein gutes Gespür für dich selbst sowie Wissen und Akzeptanz durch deinen Partner können schnell Missverständnisse entstehen.

Woran kann es liegen, wenn die Qualität deiner Beziehung leidet?

Wissen und Übung

Es gibt Punkte, in denen sich viele Hochsensible wiedererkennen, die für Nicht-Hochsensible jedoch erst „übersetzt“ werden müssen. Wenn diese Themen aus Unwissenheit oder Unerfahrenheit nicht gesehen werden, kann dies langfristig zu einem Gefühl der Entfremdung oder Unzufriedenheit in der Beziehung führen. Doch mit dem richtigen Wissen über hochsensibles Denken, Fühlen und Handeln sowie dem entsprechenden Einfühlungsvermögen könnt ihr als Paar gemeinsam eine harmonische Beziehung gestalten.

Überstimulation und Rückzug
Hochsensible können von intensiven sozialen Interaktionen überstimuliert werden und sich plötzlich zurückziehen. Dies kann bei dem Partner auf Unverständnis stoßen oder Verletztheit hervorrufen, da er den Rückzug nicht kommen sehen hat oder diesen auf sich bezieht.

Selbstwert
Hochsensible Menschen zweifeln oft an ihrem Wert und fühlen sich nicht gut genug. Übermäßige Selbstzweifel und zusätzlich das Gefühl, von anderen nicht wertgeschätzt zu werden, können das Selbstwertgefühl beeinträchtigen und so zu einer Verschlechterung der Beziehung führen.

Bedürfnis nach tieferem Verständnis
Hochsensible streben nach bedeutungsvollen Gesprächen und tiefem emotionalen Austausch. Oberflächliche Gespräche können frustrieren und langweilen. Auf der anderen Seite kann diese Tiefe aber auch einen nicht-hochsensiblen Partner verunsichern, da es ungewohnt sein kann, sich so zu öffnen oder Themen nicht einfach nur oberflächlich abhaken zu können.

Empathische Überforderung
Die starke Empathie führt dazu, dass hochsensible Frauen die Gefühle ihres Partners stark spüren und ausbalancieren möchten, was überfordernd sein kann. Denn Hochsensible neigen durch ihre feinen Sinne und ihre Empathie dazu, anderen Menschen helfen zu wollen, auch wenn sie selbst dabei an ihre Grenzen kommen.

Konfliktvermeidung
Aus Angst vor emotionalem Schmerz oder Unruhe meiden Hochsensible Menschen oft Konflikte, was weitere, unausgesprochene Probleme zur Folge – vor allem in der Beziehung – haben kann.

Emotionale Intensität
Emotionen werden intensiver erlebt, was zu stärkeren Reaktionen in Konfliktsituationen
führen kann. Dies überrascht oft den weniger sensiblen Partner und kann als Überreaktion
interpretiert werden.

Eigene Gefühle und Bedürfnisse äußern
Die eigenen Bedürfnisse zu artikulieren fällt vielen Hochsensiblen schwer, besonders wenn die Hochsensibilität aus Angst oder Scham nicht ausgelebt wird oder das Gefühl vorherrscht,
vom Umfeld nicht verstanden oder anerkannt zu werden.

Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen und „Nein“ zu sagen
Hochsensible stoßen schneller an ihre emotionalen Grenzen. Diese zu erkennen, zu respektieren und zu äußern, schützt vor Überforderung und innerer Resignation. Sich Zeit für sich zu nehmen und bewusst Grenzen zu setzen, fällt Hochsensiblen oftmals schwer, da sie niemanden enttäuschen oder einen Wunsch oder Gefallen ablehnen möchten.

Hochsensible in der Elternrolle
Hochsensible haben oft im Laufe der Jahre gute Strategien entwickelt, um ausreichend Ausgleich für sich zu finden. Sobald jedoch ein Kind die Familie erweitert, müssen Rollen und Aufgaben neu definiert, Pausen und Me-Time neu gedacht werden. Unterschiedliche Erziehungsstile können ebenso wie


der Umgang mit Konflikten oder Stresssituationen zu zusätzlichen Spannungen führen. Diese Umstellung betrifft Hochsensible wie Nicht-Hochsensible, jedoch hilft es als hochsensible Mutter, hier noch genauer hinzuschauen und an sich und der Paarbeziehung zu arbeiten.

Selbstwahrnehmung und Kommunikation

Wenn du Schwierigkeiten hast, deine eigenen Grenzen zu kennen und zu setzen, kann dies dazu führen, dass du dich emotional überfordert fühlst und die Bedürfnisse deines Partners über deine eigenen stellst. Das ständige Gefühl der Überwältigung kann Stress und Angstzustände hervorrufen, was sich negativ auf dein allgemeines Wohlbefinden auswirkt. Mangelnde Kommunikation führt zudem oft dazu, dass Hochsensible sich nicht gehört fühlen und Missverständnisse und emotionale Distanz entstehen. Wenn du deine Bedürfnisse nicht ausdrückst, bleibt es deinem Partner leider oft verborgen, was dich wirklich belastet. Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse zu kennen und klar und offen zu
kommunizieren.

Wie kannst du deine Bedürfnisse klarer kommunizieren?

Beginne damit, deine eigenen Bedürfnisse zu erkennen – das ist für Hochsensible oft schon schwer genug. Indem du an deiner Selbstwahrnehmung und deinem Selbstwert arbeitest, wirst du in der Lage sein, dein eigenes Wohlbefinden in den Vordergrund zu stellen und gleichzeitig eine tiefere Verbindung zu deinem Partner aufzubauen. Nimm dir Zeit für dich, um herauszufinden, was du wirklich brauchst – sei es mehr Ruhe, mehr Nähe oder einfach ein offenes Ohr.

Übe, deine Bedürfnisse in einer ruhigen und respektvollen Weise auszudrücken. Ein einfaches Beispiel: „ Ich fühle mich gerade überfordert und brauche jetzt etwas Zeit für mich,
um meine Gedanken zu sortieren.“ Praktiziere gemeinsam mit deinem Partner wertschätzende Kommunikation, Ich-Botschaften und aktives Zuhören. So erklärt ihr euch gegenseitig eure Sicht auf die Dinge und schafft eine Basis für eine starke Partnerschaft.

Selbstwert und Sensibilität – der Schlüssel zu einer tiefen Verbindung

Letztendlich kann das Wissen um die eigene Hochsensibilität und der passende Umgang in der Beziehung mit ihr dazu führen, dass du dich sicherer und geborgener fühlst. Lerne, deine Hochsensibilität nicht nur als Herausforderung zu sehen, sondern als ein wundervolles Charaktermerkmals, das es dir ermöglicht, einfühlsam zu handeln und emotionale Nähe aufzubauen. Dank ihr kannst du besser verstehen, was dein Partner braucht und wie du ihm in herausfordernden Zeiten beistehen kannst, was wiederum zu einer tiefen, empathischen und verständnisvollen Partnerschaft beiträgt.

Zusätzlich kannst du durch professionelle Unterstützung wie Coaching oder Therapie lernen, deine Hochsensibilität als Stärke zu nutzen. Du wirst hier Techniken üben, um deine Emotionen besser zu verstehen und klarer zu kommunizieren, was deine Beziehung erheblich entlasten kann. Du kannst lernen, wie du deine Bedürfnisse kommunizieren kannst, ohne dich selbst aufzugeben und wie du Konflikte auf eine Weise löst, die sowohl dir als auch deinem Partner gerecht wird. Außerdem wirst du verstehen, wie du deine eigenen Grenzen achtest, deine Selbstfürsorge in den Alltag integrierst und deine Beziehung zu einem Ort der Akzeptanz, Sicherheit und Wertschätzung machen kannst.

Bei all dem kann dir unsere Große Schwester Sonja helfen:

Sonja Klein
Heilpraktikerin für Psychotherapie

Portrait von Sonja Klein, Heilpraktikerin für Psychotherapie in unserem Große Schwester Netzwerk für Hochsensibilität.

Ich bin Sonja, selbst hochsensibel und Heilpraktikerin für Psychotherapie mit Schwerpunkt auf Hochsensibilität und Beziehung. Ich führe seit über 20 Jahren einen glückliche und wertschätzende Beziehung und begleite hochsensible Frauen beim Entdecken, Verstehen, Annehmen und im Umgang mit der eigenen Hochsensibilität und vor allem auf dem Weg zu einer ebenfalls verständnisvollen und erfüllten Beziehung. Ich lebe im Umkreis von Hannover und betreibe in Hannover meine eigene Praxis.

Aus eigener Erfahrung und aus vielen Gesprächen in meiner Praxis weiß ich, wie herausfordernd es sein kann, wenn sich die eigene Sensibilität manchmal wie eine Last für die Beziehung anfühlt – und wie groß die Sehnsucht nach gegenseitigem Verständnis und Wertschätzung ist.

Daher habe ich mich auf genau diese Themen spezialisiert und ein eigenes EBook geschrieben. Mit meinem Ebook findest du heraus, ob und wie sehr deine Hochsensibilität eure Beziehung belastet und was du konkret tun kannst.

Lade es dir HIER für 0 € herunter, mache den Selbsttest und entdecke in fünf konkreten Schritten, wie du deine Beziehung stärken und retten kannst, ohne dich selbst dabei zu verlieren.

Möchtest du mehr über mich und meine Angebote rund um die Hochsensibilität erfahren oder einen Test machen, ob du überhaupt hochsensibel bist?

Dann schau gerne einmal auf meinen Profil oder meiner Website vorbei.