Was kannst du also tun, wenn die Hochsensibilität deine Beziehung belastet? Dieser Artikel beleuchtet die Herausforderungen und bietet dir praktische Ansätze für eine glückliche und verständnisvolle Partnerschaft.

Die hochsensible Welt

Hochsensible Menschen reagieren auf subtile zwischenmenschliche Nuancen, die andere oft nicht wahrnehmen. Dies kann zu tiefen, einfühlsamen Verbindungen führen. Doch ohne ein gutes Gespür für dich selbst sowie Wissen und Akzeptanz durch deinen Partner können schnell Missverständnisse entstehen.

Woran kann es liegen, wenn die Qualität deiner Beziehung leidet?

Wissen und Übung

Es gibt Punkte, in denen sich viele Hochsensible wiedererkennen, die für Nicht-Hochsensible jedoch erst „übersetzt“ werden müssen. Wenn diese Themen aus Unwissenheit oder Unerfahrenheit nicht gesehen werden, kann dies langfristig zu einem Gefühl der Entfremdung oder Unzufriedenheit in der Beziehung führen. Doch mit dem richtigen Wissen über hochsensibles Denken, Fühlen und Handeln sowie dem entsprechenden Einfühlungsvermögen könnt ihr als Paar gemeinsam eine harmonische Beziehung gestalten.

Überstimulation und Rückzug
Hochsensible können von intensiven sozialen Interaktionen überstimuliert werden und sich plötzlich zurückziehen. Dies kann bei dem Partner auf Unverständnis stoßen oder Verletztheit hervorrufen, da er den Rückzug nicht kommen sehen hat oder diesen auf sich bezieht.

Selbstwert
Hochsensible Menschen zweifeln oft an ihrem Wert und fühlen sich nicht gut genug. Übermäßige Selbstzweifel und zusätzlich das Gefühl, von anderen nicht wertgeschätzt zu werden, können das Selbstwertgefühl beeinträchtigen und so zu einer Verschlechterung der Beziehung führen.

Bedürfnis nach tieferem Verständnis
Hochsensible streben nach bedeutungsvollen Gesprächen und tiefem emotionalen Austausch. Oberflächliche Gespräche können frustrieren und langweilen. Auf der anderen Seite kann diese Tiefe aber auch einen nicht-hochsensiblen Partner verunsichern, da es ungewohnt sein kann, sich so zu öffnen oder Themen nicht einfach nur oberflächlich abhaken zu können.

Empathische Überforderung
Die starke Empathie führt dazu, dass hochsensible Frauen die Gefühle ihres Partners stark spüren und ausbalancieren möchten, was überfordernd sein kann. Denn Hochsensible neigen durch ihre feinen Sinne und ihre Empathie dazu, anderen Menschen helfen zu wollen, auch wenn sie selbst dabei an ihre Grenzen kommen.

Konfliktvermeidung
Aus Angst vor emotionalem Schmerz oder Unruhe meiden Hochsensible Menschen oft Konflikte, was weitere, unausgesprochene Probleme zur Folge – vor allem in der Beziehung – haben kann.

Emotionale Intensität
Emotionen werden intensiver erlebt, was zu stärkeren Reaktionen in Konfliktsituationen
führen kann. Dies überrascht oft den weniger sensiblen Partner und kann als Überreaktion
interpretiert werden.

Eigene Gefühle und Bedürfnisse äußern
Die eigenen Bedürfnisse zu artikulieren fällt vielen Hochsensiblen schwer, besonders wenn die Hochsensibilität aus Angst oder Scham nicht ausgelebt wird oder das Gefühl vorherrscht,
vom Umfeld nicht verstanden oder anerkannt zu werden.

Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen und „Nein“ zu sagen
Hochsensible stoßen schneller an ihre emotionalen Grenzen. Diese zu erkennen, zu respektieren und zu äußern, schützt vor Überforderung und innerer Resignation. Sich Zeit für sich zu nehmen und bewusst Grenzen zu setzen, fällt Hochsensiblen oftmals schwer, da sie niemanden enttäuschen oder einen Wunsch oder Gefallen ablehnen möchten.

Hochsensible in der Elternrolle
Hochsensible haben oft im Laufe der Jahre gute Strategien entwickelt, um ausreichend Ausgleich für sich zu finden. Sobald jedoch ein Kind die Familie erweitert, müssen Rollen und Aufgaben neu definiert, Pausen und Me-Time neu gedacht werden. Unterschiedliche Erziehungsstile können ebenso wie


der Umgang mit Konflikten oder Stresssituationen zu zusätzlichen Spannungen führen. Diese Umstellung betrifft Hochsensible wie Nicht-Hochsensible, jedoch hilft es als hochsensible Mutter, hier noch genauer hinzuschauen und an sich und der Paarbeziehung zu arbeiten.

Selbstwahrnehmung und Kommunikation

Wenn du Schwierigkeiten hast, deine eigenen Grenzen zu kennen und zu setzen, kann dies dazu führen, dass du dich emotional überfordert fühlst und die Bedürfnisse deines Partners über deine eigenen stellst. Das ständige Gefühl der Überwältigung kann Stress und Angstzustände hervorrufen, was sich negativ auf dein allgemeines Wohlbefinden auswirkt. Mangelnde Kommunikation führt zudem oft dazu, dass Hochsensible sich nicht gehört fühlen und Missverständnisse und emotionale Distanz entstehen. Wenn du deine Bedürfnisse nicht ausdrückst, bleibt es deinem Partner leider oft verborgen, was dich wirklich belastet. Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse zu kennen und klar und offen zu
kommunizieren.

Wie kannst du deine Bedürfnisse klarer kommunizieren?

Beginne damit, deine eigenen Bedürfnisse zu erkennen – das ist für Hochsensible oft schon schwer genug. Indem du an deiner Selbstwahrnehmung und deinem Selbstwert arbeitest, wirst du in der Lage sein, dein eigenes Wohlbefinden in den Vordergrund zu stellen und gleichzeitig eine tiefere Verbindung zu deinem Partner aufzubauen. Nimm dir Zeit für dich, um herauszufinden, was du wirklich brauchst – sei es mehr Ruhe, mehr Nähe oder einfach ein offenes Ohr.

Übe, deine Bedürfnisse in einer ruhigen und respektvollen Weise auszudrücken. Ein einfaches Beispiel: „ Ich fühle mich gerade überfordert und brauche jetzt etwas Zeit für mich,
um meine Gedanken zu sortieren.“ Praktiziere gemeinsam mit deinem Partner wertschätzende Kommunikation, Ich-Botschaften und aktives Zuhören. So erklärt ihr euch gegenseitig eure Sicht auf die Dinge und schafft eine Basis für eine starke Partnerschaft.

Selbstwert und Sensibilität – der Schlüssel zu einer tiefen Verbindung

Letztendlich kann das Wissen um die eigene Hochsensibilität und der passende Umgang in der Beziehung mit ihr dazu führen, dass du dich sicherer und geborgener fühlst. Lerne, deine Hochsensibilität nicht nur als Herausforderung zu sehen, sondern als ein wundervolles Charaktermerkmals, das es dir ermöglicht, einfühlsam zu handeln und emotionale Nähe aufzubauen. Dank ihr kannst du besser verstehen, was dein Partner braucht und wie du ihm in herausfordernden Zeiten beistehen kannst, was wiederum zu einer tiefen, empathischen und verständnisvollen Partnerschaft beiträgt.

Zusätzlich kannst du durch professionelle Unterstützung wie Coaching oder Therapie lernen, deine Hochsensibilität als Stärke zu nutzen. Du wirst hier Techniken üben, um deine Emotionen besser zu verstehen und klarer zu kommunizieren, was deine Beziehung erheblich entlasten kann. Du kannst lernen, wie du deine Bedürfnisse kommunizieren kannst, ohne dich selbst aufzugeben und wie du Konflikte auf eine Weise löst, die sowohl dir als auch deinem Partner gerecht wird. Außerdem wirst du verstehen, wie du deine eigenen Grenzen achtest, deine Selbstfürsorge in den Alltag integrierst und deine Beziehung zu einem Ort der Akzeptanz, Sicherheit und Wertschätzung machen kannst.

Bei all dem kann dir unsere Große Schwester Sonja helfen:

Sonja Klein
Heilpraktikerin für Psychotherapie

Portrait von Sonja Klein, Heilpraktikerin für Psychotherapie in unserem Große Schwester Netzwerk für Hochsensibilität.

Ich bin Sonja, selbst hochsensibel und Heilpraktikerin für Psychotherapie mit Schwerpunkt auf Hochsensibilität und Beziehung. Ich führe seit über 20 Jahren einen glückliche und wertschätzende Beziehung und begleite hochsensible Frauen beim Entdecken, Verstehen, Annehmen und im Umgang mit der eigenen Hochsensibilität und vor allem auf dem Weg zu einer ebenfalls verständnisvollen und erfüllten Beziehung. Ich lebe im Umkreis von Hannover und betreibe in Hannover meine eigene Praxis.

Aus eigener Erfahrung und aus vielen Gesprächen in meiner Praxis weiß ich, wie herausfordernd es sein kann, wenn sich die eigene Sensibilität manchmal wie eine Last für die Beziehung anfühlt – und wie groß die Sehnsucht nach gegenseitigem Verständnis und Wertschätzung ist.

Daher habe ich mich auf genau diese Themen spezialisiert und ein eigenes EBook geschrieben. Mit meinem Ebook findest du heraus, ob und wie sehr deine Hochsensibilität eure Beziehung belastet und was du konkret tun kannst.

Lade es dir HIER für 0 € herunter, mache den Selbsttest und entdecke in fünf konkreten Schritten, wie du deine Beziehung stärken und retten kannst, ohne dich selbst dabei zu verlieren.

Möchtest du mehr über mich und meine Angebote rund um die Hochsensibilität erfahren oder einen Test machen, ob du überhaupt hochsensibel bist?

Dann schau gerne einmal auf meinen Profil oder meiner Website vorbei.

Nun geht sie los – die Weihnachtssaison mit Geschenke-Einkäufen und Weihnachtsfeiern, Essensplanungen und Deko-Ideen. Wir hetzen von einem Termin zum nächsten und arbeiten routiniert die To-Do-Listen ab. Doch schnell verlieren nicht nur wir Hochsensiblen uns in den vielen Verpflichtungen und Herausforderungen des Alltags. Dadurch passiert es häufig, dass wir den Blick für die kleinen Dinge verlieren, die uns eigentlich am Herzen liegen und Freude bereiten. Das Ergebnis: Vermeintliche Kleinigkeiten schaffen es immer wieder, uns zu stressen oder gar die Laune zu verderben.

Wie gelingt es uns also, die Weihnachtszeit zu genießen?

Mit den positiven Effekten von Dankbarkeit: Wenn wir Dankbarkeit zu einem festen Bestandteil unseres Alltags machen, können wir den Abstand zu Alltagssorgen vergrößern und dem (vermeintlichen) Stress leichter begegnen. Studien zeigen, welche positiven Effekte Dankbarkeit auf unsere sozialen Beziehungen, unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden hat. Dankbarkeit wirkt in einem Teil des Gehirns, der unter anderem unsere Stressresistenz beeinflusst, und sorgt für die Ausschüttung des Glückshormons Dopamin. Es geht dabei nicht darum, dass wir uns negative Dinge schönreden. Stattdessen hörst du auf, vermeintliche Probleme immer wieder zu durchdenken. Du legst den Fokus bewusst auf die positiven Aspekte in deinem Leben und kannst erfüllter durch den Tag gehen.

Und das Schöne ist: Dankbarkeit ist wie ein Muskel, den wir trainieren und stärken können.

Dankbarkeitsrituale für den Alltag

1. Bewusst Danke sagen

Wie oft sagst du den Menschen um dich herum von Herzen Danke? Dabei ist es so leicht und geht schnell. Bedanke dich bei Fremden, genauso wie bei deinen Freunden und deiner Familie. Gerade die, die uns nahestehen, nehmen wir oft für selbstverständlich. Ein bewusster Dank macht nicht nur sie glücklich, sondern gibt dir ein tiefes Gefühl von Zufriedenheit.

2. Die Verlust-Formel

Stell dir vor, wie dein Leben ohne bestimmte Menschen, Dinge oder Erlebnisse wäre. Dieses Gedankenexperiment hilft dir, alles wieder mehr zu schätzen, was du bereits hast. Eine regelmäßige gedankliche Auszeit, in der du dir bewusst machst, wie kostbar dein Leben ist, wirkt Wunder.

3. Das Momente-Sammel-Glas

Das Momente-Sammel-Glas ist eine tolle Möglichkeit, um die kleinen und großen Freuden des Alltags bewusst wahrzunehmen und zu sammeln.

Du benötigst:

Um dein Momente-Sammel-Glas zu füllen, schreibst du jeden Tag auf einen kleinen Zettel dein heutiges Highlight mit Datum: Was hat dir heute Freude gemacht? Worauf bist du heute stolz? Wer oder was hat dir ein gutes Gefühl gegeben?

Das können auch schon die kleinsten Dinge sein, wie die Sonne am Morgen, die ins Zimmer geschienen hat. Falte anschließend den Zettel zusammen und leg ihn in das Glas. Du kannst das Momente-Sammel-Glas auch gemeinsam mit deiner Familie befüllen, z.B. als gemeinsames Abendritual. Möglich sind auch das Sammeln von witzigen Sprüchen oder erste Male oder Meilensteinen deines Kindes/deiner Kinder.

Am besten stellst du dein Glas an einen Ort, wo es dich jeden Tag erinnert, zum Beispiel auf den Nachttisch. Vielleicht kannst du das Glas in dein Abendritual einbauen, sofern du eins hast. Ein kleiner Moment des Durchatmens oder Reflektierens – es geht natürlich auch im Laufe des Tages. Natürlich wird es vorkommen, dass du vergisst oder es zeitlich nicht schaffst, etwas aufzuschreiben. Es soll ja auch nicht stressen- setz dich dann z.B. einmal im Monat hin und schreibe ein paar Zettelchen auf. Lege dir einen Kalender daneben und reflektiere und ergänze dann mit seiner Hilfe. Es gibt bestimmt ein paar Highlights, die dir wieder einfallen.

Das Ganze hat mehrere positive Effekte: Du reflektierst achtsam deinen Tag und kannst ihn in Dankbarkeit abschließen. Und nach einem Jahr kannst du all diese Zettel lesen und dich an die vielen schönen Augenblicke erinnern, die du erlebt hast.

Was kommt eher nicht ins Glas?
Da es um das Thema Dankbarkeit geht, sollten auch nur positiv belegte Erlebnisse auf die Zettel geschrieben werden. Es geht bei dem Glas darum zu sehen, dass viele wunderschöne, lustige, tolle Momente dabei waren, die dein Jahr mit Freude und Glück gefüllt haben, auch wenn es natürlich die ein oder andere schlechte Nachricht oder Situation im Leben gab.

Und wann liest du die ganzen Zettel?
Heute in einem Jahr kannst du dir das Glas mit all deinen Erinnerungen vornehmen, die Zettel durchlesen und dich hoffentlich über all die schönen Sachen freuen, die das vergangene Jahr gebracht hat. Eine andere Variante ist natürlich auch die Reflexion an Silvester als besinnlichen Jahresabschluss. Egal wann – wichtig ist nur, dass du etwas Zeit hast und in der richtigen Stimmung dafür bist.

Ich wünsche dir viel Freude beim Trainieren deines Dankbarkeitsmuskels und eine schöne Vorweihnachtszeit!

In diesem Gast-Beitrag von Nicole Trojahn erfährst du:

Die Anzahl an Kinderbüchern über Hochsensibilität nimmt zu

In den letzten Jahren hat das Thema Hochsensibilität bei Kindern und Erwachsenen an Aufmerksamkeit gewonnen. In Büchern aller Couleur, auf Social Media und in der Pädagogik wird Hochsensibilität nun immer sichtbarer.

Das hat dazu geführt, dass viele hochsensible Menschen ihre Gabe ernst nehmen, sich selbst besser verstehen möchten und Wege suchen, um ihre Sensibilität gesund in den Alltag zu integrieren.

Auch in Kinderbüchern wird Neurodiversität bzw. Hochsensibilität häufiger thematisiert – und das ist in meinen Augen eine sehr gute Entwicklung! Denn Kindergeschichten wie z. B. „Greta spürt einfach viel mehr“ fördern Verständnis, Toleranz und Vielfalt.

Das Kinderhörbuch „Greta spürt einfach viel mehr“ ist überall erhältlich!

Warum sind Kinderbücher über Hochsensibilität & Neurodiversität wichtig?

Besonders hochsensible Kinder brauchen Vorbilder, die ebenfalls mit diesem Persönlichkeitsmerkmal ausgestattet sind. Nur so können sich Hochsensible mit den Protagonisten identifizieren und auch emotional in die Kindergeschichte eintauchen.

Durch die Identifikation mit den Protagonisten entsteht das Gefühl von Zugehörigkeit. Hochsensible Kinder machen die Erfahrung, dass es den Kindern in den Kinderbüchern auch so geht, wie ihnen selbst.

Hochsensible Kinder fühlen sich von Gleichaltrigen und ihrem familiären Umfeld nämlich nicht immer verstanden. Manchmal stoßen sie auf Ablehnung und werden mit ihrer bunten und tiefen Gefühlswelt nicht ernst genommen. Für eine gesunde Entwicklung ist es allerdings notwendig, dass Kinder sich emotional unterstützt fühlen.

Genau aus diesem Grund sind Kinderbücher über Hochsensibilität und Neurodiversität so wichtig! Denn sie holen Kinder emotional ab, schaffen das Gefühl von Zugehörigkeit und zeigen beispielhaft, wie der Umgang mit der eigenen Gefühlswelt gelingen kann.

Kinderbücher über Hochsensibilität: So stärken sie das Selbstbewusstsein!

Kinderbücher und Hörbücher ersetzen natürlich keinesfalls eine liebevolle Begleitung des Kindes durch die Bezugspersonen. Dennoch können sie die Persönlichkeitsentwicklung hochsensibler Kinder sinnvoll unterstützen und auch Eltern einen noch besseren Einblick in die Gefühlslage ihrer Kleinen geben.

So unterstützen Kinderbücher dein Kind beim Aufbau eines gesunden Selbstbewusstseins:

Kinderbücher über Hochsensibilität können das Selbstbewusstsein deines Kindes fördern.

Was dein hochsensibles Kind aus Kinderbüchern mitnehmen kann

Kinderbücher über Hochsensibilität stärken nicht nur das Selbstbewusstsein! Sie unterstützen die Persönlichkeitsentwicklung deines Kindes auf unterschiedliche Weise.

Kinderhörbücher und Kinderbücher fördern nämlich auch die Konzentrationsfähigkeit. Zudem wird die Sprachentwicklung deines Kindes positiv beeinflusst, weil es durch die Kindergeschichte mit vielen neuen Wörtern und Redewendungen in Berührung kommt.

Introvertierte und extrovertierte Hochsensible sind von Natur aus sehr empathisch. Durch die Identifikation mit den Protagonisten wird das Einfühlungsvermögen deines Kindes noch einmal verstärkt. Dadurch wird es deinem Kind leichter fallen, die angewendeten Problemlösestrategien auf das eigene Leben zu übertragen.

Mithilfe der Kindergeschichte lernt dein Kind vielleicht auch, sich besser abzugrenzen, zu fokussieren und verschiedene Sichtweisen auf eine Situation zu entwickeln. Diese Kompetenzen werden ihm nützlich sein – sowohl im Kindes- als auch im Erwachsenenalter.

Kinderbücher und Kinderhörbücher für hochsensible Kinder finden

Jetzt fragst du dich vielleicht, wie du ein geeignetes Kinderbuch über Hochsensibilität finden kannst. Nun ja, die Auswahl wird immer größer. Da fällt es manchmal gar nicht leicht, eine geeignete Kindergeschichte zu finden.

Mithilfe dieser 5 Tipps findest du das passende Kinderbuch für dein hochsensibles Kind!

  1. Überlege, ob dein hochsensibles Kind lieber hört oder liest und schaut. Kinderhörbuch oder Kinderbuch – das ist hier die Frage!
  2. Lies dir die Beschreibung und den Klappentext durch. Vielleicht findest du einen Hinweis, dass die Kindergeschichte für hochsensible Kinder geeignet ist.
  3. Wirf einen Blick in die Rezensionen in Shops und auf Social Media.
  4. Prüfe die Altersempfehlungen für ein Kinderbuch bzw. Kinderhörbuch. Nimm sie als Wegweiser. Du kennst dein Kind natürlich am besten und weißt, welche Geschichten deinem hochsensiblen Kind gerade helfen könnten. Vielleicht befindet es sich gerade in einer Krise, weil ein geliebter Mensch/ein geliebtes Haustier gestorben ist. In diesem Fall könntest du nach Kinderbüchern zum Thema Abschied, Tod und Trauer Ausschau halten (z. B. „Mias Herz kann wieder lachen“).
  5. Sieh dir das Autorenprofil an. Hatte der Autor/die Autorin bereits Berührungspunkte mit Hochsensibilität? Ist er/sie vielleicht selbst hochsensibel, arbeitet mit Kindern oder hat sich aufgrund seiner Ausbildung mit diesem Thema beschäftigt?

Vielleicht kannst du dich auch in deinem Freundes- und Bekanntenkreis umhören. Andere Eltern hochsensibler Kinder können dir bestimmt das ein oder andere Kinderbuch empfehlen.

Viele Kinderbücher über Hochsensibilität gibt es auch als Kinderhörbuch.

Kinderbücher über Hochsensibilität sind eine wertvolle Ergänzung!

Hochsensible Kinder brauchen hochsensible Vorbilder!

Kindergeschichten können die Persönlichkeitsentwicklung deines Kindes unterstützen, sein Selbstbewusstsein stärken und es ermutigen, eigene Grenzen zu setzen. Zudem schaffen sie ein Gefühl von Zugehörigkeit, Sicherheit und Verständnis – die Basis für eine gesunde Entwicklung!

Ich bin Nicole Trojahn, Kinderbuchautorin aus Leidenschaft und schreibe mit ganz viel Herzblut, um hochsensible Kinder emotional zu unterstützen. Wenn du dein Kind mit einfühlsamen Kindergeschichten unterstützen möchtest, dann schau doch gern in meine Kinderbücher über Hochsensibilität! Mittlerweile gibt es 4 Kinderbücher von mir, 3 davon wurden bereits als Hörbuch veröffentlicht! Hier gelangst du zu meinen Büchern und Hörbüchern. Schau gern mal bei mir vorbei (z. B. auf Instagram @kinderbuch_elfe)!

Ich wünsche dir und deinem Kind viel Freude beim Hören, Lesen und Stöbern!

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Wir hochsensiblen Menschen sind durch unsere besonders ausgeprägte Empfindsamkeit gegenüber Reizen, Emotionen und Stimmungen geprägt. Dabei ist die Mehrheit von uns, etwa 70 %, introvertiert. Rund 30 % der Hochsensiblen sind extrovertiert.

Doch bevor wir tiefer einsteigen: Heißt es eigentlich „extrovertiert“ oder „extravertiert“? Der Begriff „extravertiert“ stammt aus dem Lateinischen, von „extra“ (außen) und „vertere“ (wenden). Die Schreibweise „extravertiert“ ist daher die wissenschaftlich korrekte und wird vor allem in der Psychologie genutzt. Umgangssprachlich ist jedoch „extrovertiert“ sehr verbreitet – beide Begriffe sind heute gebräuchlich und werden synonym verwendet.

Introvertierte Hochsensible

Introvertierte Hochsensible sind gerne und oft in ihrer inneren Welt versunken. Sie bevorzugen eine ruhige, unaufgeregte Umgebung und brauchen regelmäßige Auszeiten, um ihre Gedanken und Emotionen zu ordnen. Neue Kontakte zu knüpfen fällt ihnen mitunter schwerer, da sie oft zurückhaltend sind und zudem tiefe Gespräche und intensive Begegnungen dem Smalltalk bevorzugen. In Ihren Handlungen und Verbindungen suchen Introvertierte meist gezielt nach Bedeutung und Sinnhaftigkeit. Auf einer Bühne oder generell im Mittelpunkt zu stehen stellt für introvertierte Hochsensible einen zusätzlichen Stressfaktor dar. Generell vermeiden sie oft das Zentrum des Geschehens, um ihre Energien bei sich zu behalten.

Extrovertierte Hochsensible

Die Herausforderung bei extrovertierten Hochsensiblen ist der vermeintliche Widerspruch: Sie lieben den Austausch und die Interaktion mit anderen und haben Spaß daran, sich in Gruppen zu bewegen, neue Kontakte zu knüpfen und Smalltalk zu pflegen. Sie stehen auch gerne mal auf einer Bühne oder im Mittelpunkt. Zudem lieben extrovertierte Hochsensible die Abwechslung und probieren gerne neue Dinge aus. Dabei sind sie jedoch weiterhin sehr empfänglich für Emotionen und Stimmungen – was wiederum schnell zu einer Überreizung führen kann, wenn sie sich zu lange und ohne Pause in lebhaften Umgebungen befinden.

Für extrovertierte Hochsensible ist es oft ein Balanceakt zwischen dem Bedürfnis nach vielen sozialen Kontakten und neuem Input, andererseits ist da die Feinfühligkeit, die Rückzugspausen und Ruhe fordert.

Und vor allem fällt es ihnen schwerer, überhaupt zu erkennen und anzuerkennen, dass sie hochsensibel ist. Denn einige Merkmale der Hochsensibilität treffen eben nur bedingt zu.

So kannst du deine Individualität ausleben, ohne dich zwangsläufig in einer lauten Umgebung aufhalten müssen:

Aber ganz egal ob introvertiert oder extrovertiert: Wir Hochsensible bereichern die Welt auf unsere jeweils eigene Weise!

In den Niederlanden gibt es einen tollen Trend: der Offline-Club. Gemeint ist ein Treffen von Gleichgesinnten, die sich für eine gewisse Zeit ohne Handys und Laptops treffen, um zu lesen, spielen, malen oder quatschen oder auch einfach, um Zeit mit sich alleine zu verbringen. Und hier ist das Spannenden für uns Hochsensible: Auf so einem Treffen kann man alleine sein, aber eben nicht einsam. Klingt banal? Ja, und gerade deshalb ist es auch für uns Hochsensible eine tolle Möglichkeit, unter Menschen zu sein und gleichzeitig unsere Akkus aufzuladen.

Die Termine variieren vom Umfang – es gibt stundenweise Treffen in Cafés, Büchereien oder historischen Kirchen, aber auch mehrtägige Retreats, mit zusätzlichen Möglichkeiten für Yoga, Achtsamkeitsübungen oder Kreativitätsworkshops.

Digital Detox

Natürlich können wir uns ohne Handy und ohne schnelle Ablenkung alleine in ein Café setzen und unseren Gedanken nachhängen, unser Umfeld beobachten oder ganz bei uns sein. Aber dennoch sind die Energien im Außen ja da und die Abgrenzung davon kann uns schwerfallen. Und eventuell kommen wir uns etwas „schrullig“ vor, da wir es leider nicht mehr gewohnt sind, alleine und ohne beschäftigt zu wirken etwas mit uns zu unternehmen. Denn der Griff zum Handy ist wie ein Automatismus: Zwei Minuten Wartezeit? Ab ans Handy. Langeweile in Sicht? Ab ans Handy. Sich ablenken? Genau – ab ans Handy.

In unserem digitalen Zeitalter ist unser Alltag oft von ständiger Erreichbarkeit geprägt und alles wird immer schneller, leider auf Kosten unserer Aufmerksamkeitsspanne und unseres Stresslevels.

Dieser kleine Unterschied – kein Handy, keine Laptops und keine schnelle Ablenkung – macht einen Offline-Club zu einem Raum für Menschen, denen die lauten Ecken des Alltags manchmal zu viel sind. Es ist der perfekte Ort der Ruhe, der frei von externen Erwartungshaltungen ist. Hier kann es dir leichter fallen, dich selbst und andere neu kennenzulernen. Und vor allem musst du keine Angst haben, schief angeschaut werden – im Gegenteil. Hier weiß jeder genau, dass die anderen aus genau dem gleichen Grund hier sind: um einfach zu sein, sich fallen zu lassen und die eigene Gesellschaft zu schätzen.

Wer reden mag, trifft andere Menschen zum Austausch, wer lesen mag, kann dies in einer ruhigen Ecke tun, wer alleine sein mag, kann dies ebenfalls sein. So wird gemeinsam Zeit verbracht und jede/r genießt diese auf eigene Weise.

Ein Wochenende für dich

Hast du auch Lust bekommen auf zwei Tage nur für dich, ohne Handy, Laptop und Ablenkung? Dafür mit echten Begegnungen und ganz viel Zeit und Raum für deine Feinfühligkeit!

Unsere Große-Schwester-Auszeit ist ein Treffen mit Gleichgesinnten, in der wir uns ein Wochenende Zeit nehmen, um unsere Hochsensibilität zu leben: Wir lesen, spielen, malen, machen Yoga, gehen spazieren, lernen neue Dinge und quatschen. Und haben – wenn gewünscht – einfach viel Zeit alleine und verbringen diese in Ruhe und Freude mit uns selbst.

Die nächste Auszeit ist geplant im Frühjahr 2025 im Rheinland.

Wir sind in einem schnuckeligen Auszeit-Hotel untergebracht, nach Wunsch je in Einzel- oder Doppelzimmern, inkl. Verpflegung. Trag dich gern unverbindlich in die Warteliste ein, in dem du mir eine Mail sendest an miriam@grosse-schwester.de

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Als ich noch nichts von meiner Hochsensibilität wusste, dachte ich, alle um mich herum denken und empfinden wie ich. Dass alle soooo viel be- und zerdenken und wahrnehmen. Dass alle eigentlich gerne Zeit mit sich alleine verbringen und daraus Kraft schöpfen. Dass alle eigentlich mehrere Hobbies und Interessen haben und sich nur besser organisieren oder „durchziehen“. Dass alle eigentlich Smalltalk öde finden und lieber in die Tiefe und in die Verbindung gehen. Und dass sie diese Merkmale und Wünsche nur besser verarbeiten, wegstecken oder gar ignorieren.

Ich war der Überzeugung, ich muss mich einfach mehr anstrengen oder anpassen, um mithalten zu können. Meine Kolleginnen und Kollegen waren glücklich in unserem Team im Großraumbüro, mein Partner hatte keine tausend Gedanken im Kopf und ein strukturiertes Leben, mein großer Freundeskreis war aktiv auf Partys und Wochenendtrips unterwegs. Und ich – ich war mittendrin.

Es war verwirrend und frustrierend, denn es gelang mir nur mit größter Kraftanstrengung, da mithalten zu können, um eine von ihnen zu sein. Und ihnen gelang ihr Leben ja, also musste es an mir liegen, an meiner Unfähigkeit und meiner labilen Art. Vielleicht irgendwo ein Kindheitstrauma? Vielleicht doch eher Burn-Out? Oder depressive Phasen?

Ein neuer Planet

Als ich mit Mitte 30 für mich entdeckt und begriffen habe, dass ich hochsensibel und vielbegabt bin, öffnete sich eine neue Tür in ein – mir bis dahin unbekanntes – Universum.

Erde aus dem Weltraum

Ich begann zu begreifen, dass ich bisher anscheinend auf einem Planeten zu Besuch war, auf dem alle anderen ähnlich tickten, aber halt anders als ich. Dort herrschten andere Regeln, andere Anstrengungsmuster, andere Geräuschlevel und Gedanken. Und ich war einfach von einem anderen Planeten, ohne dass ich es gewusst oder geahnt hatte.

Ach sooooo empfinden die Anderen?

Plötzlich ergab mein Denken und Fühlen zwar einen Sinn und ich war gar nicht so krank oder instabil, wie ich befürchtet hatte. Ich konnte im Internet nachlesen, was anscheinend die Menschen, die nicht hochsensibel sind, denken und empfinden (oder besser gesagt: NICHT denken und NICHT empfinden). Bisher war ich ja davon ausgegangen, dass alle so feinfühlig sind, wie ich.

Zu verstehen, dass es Menschen gibt, die das einfach nicht fühlen und denken, was ich spüre, sehe, empfinde, höre und denke, war ein Augenöffner. Im ersten Moment fühlte ich mich aber tatsächlich arrogant und ignorant– wie konnte ich denn auch davon ausgehen, dass alle so ticken, wie ich? Im zweiten Moment fühlt ich mich sprachlos. Wie mag sich deren Leben wohl anfühlen? Leichter? Glücklicher? Kein Wunder, dass die so viel hinbekommen, wenn so viel mehr Kapazität vorhanden ist. Wenn sie so viel mehr Gedankenfreiheit und mehr Energie für das Leben zur Verfügung haben. Und dann fühlte ich mich einsam – war ich denn die Einzige, die anders war?

Neues Leben

Ich lernte mich und meinen kleinen Planeten der Hochsensiblen besser kennen, las viel und recherchierte, auch zu neurodivergenten Themen. Aber ich blieb relativ einsam, denn mein direktes Umfeld war tatsächlich voll von BewohnerInnen des anderen Planeten.

Im Laufe der Jahre machte ich mich auf die Suche nach weiterem Leben auf meinem Planeten. Und ich entdeckte sie – die Menschen, die ähnlich tickten wie ich. Ich begab mich maximal raus aus meiner Komfortzone, was nicht leicht war und auch viel Kraft kostete. Ich ging alleine zu Frauenkreisen, Netzwerktreffen und lernte im Internet neue Leute kennen. Auch hier gibt es sehr viele Unterschiede: Wir sind Introvertierte, Extrovertierte, Menschen mit angeborener oder gelernter Hochsensibilität, AD(H)S-lerInnen, Hochbegabte, Autistische und noch vieles mehr.  

Für mich war es jedoch wichtig zu begreifen, dass ich auf meinem Planeten richtig bin und die andere Welt da draußen zwar gerne besuche, aber mich immer wieder auf den Ort besinnen kann, wo mein Rückzug ist und wo ich ICH sein kann. Ohne mich anzupassen, zu maskieren oder falsch zu fühlen. Die Entdeckung meines Planeten ist noch lang nicht abgeschlossen, aber ich fühle mich nicht mehr fremd.

Das Sinnbild mit den zwei Planeten hilft mir bis heute, mich zu sortieren und mir selbst die Wahl zu geben, wann ich wie lange eine Reise auf den anderen Planeten unternehmen möchte.

 Denn schön ist es dort auf jeden Fall auch – nur anders.

Portrait von Miriam von dem Bruch, Mentorin in unserem Große Schwester Netzwerk für Hochsensibilität.

Wenn du mit mir zusammen deine Reise auf den Planeten der Hochsensiblen starten oder verlängern möchtest, dann komm gern in mein Mentoring für Hochsensible.

Schreibe mir eine E-Mail für ein kostenfreies Erstgespräch an miriam@grosse-schwester.de.

Weitere Informationen zu mir und meinem Angebot findest du hier.

Als ich das erste Mal von der Technik des Manifestierens gehört habe, war ich etwas skeptisch. Denn gerade im spirituellen Bereich scheint oft „der Wunsch an das Universum“ die Verantwortung des eigenen Handels an etwas „Höheres“ abzugeben, das jedoch vermeintlich stets zu meinem Besten handelt. Und wenn meine Ziele nicht erfüllt oder erreicht werden, habe ich nicht genug daran geglaubt oder schlecht manifestiert.

Damit konnte ich wenig anfangen, doch die Idee der Zielformulierung und -erreichung hat mich begeistert. Vor allem habe ich begonnen, mir Ziele aufzuschreiben, auch wenn ich die Antwort oder den Weg dahin noch nicht kannte. So habe ich z.B. vor einigen Jahren notiert: „In einem Jahr möchte ich wissen, ob ich irgendwann Mama werden möchte oder nicht.“ Das Spannenden war, dass ich damals mir überhaupt nicht vorstellen konnte, wie ich denn zu einer solchen Antwort kommen sollte.

Die Kraft des Manifestierens

Manifestieren ist der bewusste Prozess, seine Gedanken, Überzeugungen und Wünsche in die Realität umzusetzen. Es geht darum, mit positivem Fokus auf ein Ziel hinzuarbeiten. Das kann ganz „unspirituell“ sein mit klaren Zielen und Plänen, die man sich setzt und verfolgt. Das Ziel ist dabei wie ein Kompass, der die Richtung vorgibt. Dabei ist es wichtig, realistische und spezifische Ziele zu definieren.

Hierbei kann das SMART-Prinzip helfen:

S für spezifisch:
Definiere dein Ziel so genau wie möglich. Anstatt z.B. „Ich möchte glücklich sein“, formuliere „Ich möchte im nächsten Jahr einen Beruf finden, der mich inhaltlich erfüllt, zu meinen familiären Zeiten passt und mein finanzielles Sicherheitsbedürfnis berücksichtigt.“

M für messbar:
Um deine Zielerreichung kontrollieren zu können, solltest du deinen Fortschritt überprüfen können. Frage dich bei der Zielerstellung z.B. : „Wie werde ich wissen, dass ich mein Ziel erreicht habe?“ Notiere dir regelmäßig, welche Schritte du unternommen hast, um deinem Ziel näher zu kommen. Reflektiere, was gut funktioniert hat und wo du Schwierigkeiten hattest.

A für attraktiv:
Dein Ziel sollte dich persönlich betreffen, dich begeistern und motivieren können. Es sollte einen starken persönlichen Antrieb haben, so dass du dir immer wieder vor Augen führen kannst, warum du dafür losgehst.

R für realistisch:
Setze dir Ziele, die realistisch sind, auch wenn du noch nicht genau weißt, wie du die Umsetzung und Zielerreichung schaffen wirst. Trau dich ruhig, groß zu denken und zu träumen. Wenn du z.B. als Ziel nimmst, dass du in einem Jahr einen neuen, spannenden und für dich finanziell erfüllenden Job hast, dann wäre es unrealistisch zu manifestieren, dass du Oberarzt/-ärztin sein wirst, wenn du jetzt noch nicht mal ein Medizinstudium begonnen hast. Hingegen kann es durchaus sein, dass du in einem Jahr eine leitende Position in einem sozialen oder heilenden Beruf ausüben wirst, auch wenn du bisher in einem ganz anderen Bereich gearbeitet hast.

T für terminiert:
Gib deinem Ziel eine Deadline. Ein genau festgesetzter Zeitrahmen hilft dir, dich zu gegebener Zeit zu reflektieren und auch in Bewegung zu bleiben. Nimm dir regelmäßig Zeit, um innezuhalten und zu prüfen, ob du auf dem richtigen Weg bist.

Manifestieren kann auch etwas spiritueller aussehen:

Hierbei vertraust du darauf, dass das Universum dir in irgendeiner Form dabei hilft, dein Ziel zu erreichen. Die Dinge werden sich zur richtigen Zeit fügen und du kannst aus Herausforderungen immer etwas lernen. Eine Grundlage ist zudem das Gesetz der Anziehung: Positive Gedanken und Überzeugungen ziehen positive Ergebnisse an, während negative Gedanken oft zu Hindernissen führen können. Wer manifestiert, lenkt seine Gedanken auf das Positive. Das steigert die allgemeine Lebenszufriedenheit und verringert negative Denkmuster. Hierbei ist es jedoch wichtig, dass du nicht in eine Art „Toxische Positivität“ rutschst und deinen „Wunsch an Universum“ durchaus kritisch hinterfragst und in der Eigenverantwortung bleibst. Dennoch kann es für uns hochsensible Kopfmenschen hilfreich sein, manche Dinge einfach laufen zu lassen und darauf zu vertrauen, dass sich einiges von selbst regelt.

Das Visionboard: Ein kraftvolles Hilfsmittel

Ein Visionboard ist eine visuelle Darstellung deiner Ziele und Wünsche. Es hilft dir, deine Träume klar vor Augen zu halten und dich täglich daran zu erinnern, was du erreichen möchtest. Der Gedanke dahinter ist, dass du durch das Visualisieren dein Unterbewusstsein auf deine Ziele ausrichtest und somit die Manifestation unterstützt.

Wie erstelle ich ein Visionboard?

Lebensbereiche/ Lebensthemen:

Bevor du beginnst, überlege dir, für welche Bereiche deines Lebens du etwas manifestieren möchtest. Das können sämtliche Bereiche deines Lebens sein wie Karriere, Beziehungen, Gesundheit oder persönliche Entwicklung oder auch nur gezielt ein Thema.

Weitere Informationen zu den Lebensthemen und zu dem Lebensrad findest du hier.

Vorbereitung:

Ziel ist es, aus verschiedenen Magazinen, Fotos oder Ausdrucken deine Zukunft aufzukleben. Du brauchst ein großes Stück Karton, einen Bilderrahmen oder eine Pinnwand, auf der du deine Bilder, Zitate und Symbole anbringen kannst. Nimm am besten DIN A4 oder sogar DIN A3, damit du ausreichend Platz hast. Suche dir Zeitschriften, die thematisch zu deinen Zielen passen oder lass dich von Bildern im Internet inspirieren und drucke diese aus. Das Ganze geht natürlich auch komplett digital auf dem Rechner oder Handy, wobei der haptische Entstehungsprozess dich stärker mit deinen Zielen verbindet.

Auswahl:

Wähle Bilder, Symbole, Sprüche, Worte und Zitate aus, die für deine Ziele und Träume stehen. Zum Beispiel könntest du für das Ziel „Ich möchte innerhalb der nächsten 12 Monate eine 6-wöchige Reise in ein warmes Land machen“ Bilder von deinem Traumort verwenden oder für das Ziel „mehr Selbstvertrauen und Mut, Nein zu sagen“ inspirierende Zitate hinzufügen. Nimm dir auch Bilder und Sprüche, die dich ansprechen und für die du vielleicht kein konkretes Ziel hast, aber ein gutes Gefühl dabei empfindest. Schneide diese Sachen aus und lege sie vor dich.

Struktur:

Ordne deine Bilder, Symbole und Texte so an, dass sie für dich ein harmonisches Gesamtbild ergeben. Hier gibt es kein richtig oder falsch, es ist dein persönliches Empfinden. Du kannst die Bilder thematisch gruppieren wie: Rechts oben ist alles was mit Beruf zu tun hat, rechts unten ist alles was Gesundheit betrifft. Oder du ordnest sie kreativ nach Gefühl an – das Wichtigste ist, dass du dich beim Anblick des Visionboards inspiriert fühlst. Wenn du dich wohl mit dem Board fühlst, klebe die Dinge fest oder pinne sie an die Pinnwand.

Standort:

Hänge das Visionboard an einen Ort, an dem du es täglich siehst, z.B. in deinem Arbeitszimmer, Schlafzimmer oder an deinen Kühlschrank. Du kannst es auch abfotografieren und als Handyhintergrund nehmen. So wirst du jeden Tag daran erinnert, was du bewusst und unbewusst manifestieren möchtest.

Das Manifestieren unterstützen

Manifestieren ist mehr als nur Wunschdenken oder auf das Universum zu hoffen – es erfordert dein aktives Handeln. Mit kleinen praktische Schritten, die du in deinen Alltag integrieren kannst, gelingt dir das besser:

Mein persönliches Fazit

Ich habe das Manifestieren mittlerweile fest in meinem Leben integriert und bin tatsächlich immer wieder erstaunt, dass es für mich funktioniert. Einmal im Jahr, zum Jahresanfang, bastel ich mir ein buntes Visionboard, schaue es mir regelmäßig an und reflektiere, ob die Wünsche noch relevant sind, sich bereits erfüllt haben oder die Umsetzung noch „gedeihen“ kann.

Die Frage, ob ich Mama werden möchte oder nicht, hat sich tatsächlich gelöst und auch für meine berufliche Ausrichtung haben sich in den letzten Jahren wunderbare neue Türen geöffnet.

Natürlich klappen manche Dinge, die auf meinem Visionboard stehen, nicht innerhalb eines Jahres – diese Punkte übernehme ich dann einfach mit auf das neue Board für das neue Jahr. Oder ich stelle fest, dass sie gar keine Relevanz mehr für mich haben und kein Ziel mehr für das nächste Jahr sind. Dann habe ich aber auch eine Antwort für mich gefunden und weiß, dass ich dieses Thema abhaken kann.

Portrait von Miriam von dem Bruch, Mentorin in unserem Große Schwester Netzwerk für Hochsensibilität.

Möchtest du mehr über das Manifestieren erfahren oder gemeinsam ein Visionboard erstellen?

In meinem Mentoring für Hochsensible nutzen wir unter anderem diese Tools, um deinen Träumen und Visionen ein Stück näher zu kommen.

Schreibe mir gerne eine E-Mail für ein kostenfreies Erstgespräch an miriam@grosse-schwester.de.

Weitere Informationen zu mir und meinem Angebot findest du hier.

“If you can dream it, you can do it”
Walt Disney

Reisen als Hochsensible – eine besondere Herausforderung

Für uns Hochsensible ist die Urlaubszeit oft stressig. Wir verbringen viele Gedanken mit der Vorbereitung, schreiben Packlisten und organisieren gefühlt alles. Hinzukommen überfüllte Flughäfen, ungewohnte Schlafplätze, neue Umgebungen und Kulturen, ungewohnte Reize, anderes Essen und der Verlust gewohnter Routinen als Herausforderung für unser Nervensystem. Auch wenn wir es lieben, neue Orte zu entdecken und neue Erfahrungen zu machen, scheint unser Gehirn ständig damit beschäftigt zu sein, Informationen und Emotionen zu suchen und zu verarbeiten.

Durch Atemarbeit, der so genannten „Breathwork“ und gezielten Entspannungstechniken können wir lernen, unser Nervensystem zu regulieren und stressige Situationen besser zu meistern. So ist es möglich eine Balance zwischen Abenteuer und Ruhe zu finden und unsere Reisen in die Welt bewusst und mit Freude zu erleben.

Entdecke, dass deine Atmung mehr ist als eine körperliche Funktion

Atmen ist eine der grundlegendsten Funktionen unseres Körpers, aber oft unterschätzen wir die umfassende Bedeutung. Unser Atem ist direkt mit dem Nervensystem verbunden. Tiefe, langsame Atemzüge aktivieren den Parasympathikus – den Teil deines Nervensystems, der für Entspannung und Regeneration zuständig ist. Durch tiefes und langsames Atmen wird zudem die Sauerstoffzufuhr verbessert, was die Funktion deiner Organe und deines Immunsystems unterstützt.

Schnelle, flache Atemzüge hingegen können den Sympathikus aktivieren, der den Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Viele Menschen atmen unbewusst flach und oberflächlich, was oft zu einer Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff führt. Flache Atmung versetzt den Körper in einen „Überlebensmodus“, der auf Dauer zu gesundheitlichen Problemen führen und Stress, Müdigkeit und sogar Angstgefühle verstärken kann.

Durch gezieltes Atemtraining kannst du lernen, tiefer und bewusster zu atmen und die Effizienz deiner Atmung erhöhen. Es wird mehr Sauerstoff in die Muskeln transportiert, was deinen Körper und Geist in einen entspannten und ausgeglichenen Zustand versetzt und zu einer besseren Leistung führt.

Es gibt viele verschiedene Atemtechniken, die du in deinem Alltag einsetzen kannst. Hier sind einige Beispiele:

Bauchatmung (Diaphragmatic Breathing)

Eine tiefe Atemtechnik, bei der du deinen Atem bewusst in den Bauchraum lenkst. Diese Technik hilft, den Parasympathikus zu aktivieren und fördert Entspannung.

4-7-8 Atemtechnik

Eine einfache Technik, bei der du 4 Sekunden lang einatmest, den Atem 7 Sekunden hältst und dann 8 Sekunden lang ausatmest. Sie hilft, den Geist zu beruhigen und ist besonders nützlich vor dem Schlafengehen.

Wechselatmung (Nadi Shodhana)

Eine yogische Atemtechnik, bei der die Nasenlöcher abwechselnd geschlossen werden. Diese Technik balanciert die Energie im Körper aus und fördert mentale Klarheit und Ruhe.

 

Atemarbeit als Werkzeug für stressfreies Reisen und den Alltag

Möchtest du mehr über die unterstützende Wirkung von Breathwork für Hochsensible erfahren und deine eigene Atemroutine entwickeln?

Dann schau dir einmal Steffis Angebot an:

Steffi ist zertifizierte Atem-Coachin und Yoga-Lehrerin. Ihr Mentoring- Programm für Hochsensible hilft dir durch bewusstes Atmen im Alltag und auf Reisen Resilienz aufzubauen, stressige Situationen besser zu bewältigen und dein Wohlbefinden und innere Ruhe zu trainieren.

Hier kommst du zu Steffis Angebot.

 

Währende des Meditierens können niedrigere Aktivitäten in der Amygdala nachgewiesen werden – dem Teil des Gehirns, der Emotionen wie Angst und Wut steuert. Die Reduzierung der Stresshormone Adrenalin und Cortisol sowie der Anstieg der Glückshormone Serotonin und Endorphine können ebenfalls entsprechend gemessen werden. Die Frage lautet für Viele also nicht mehr, ob sie meditieren sollten, sondern wie?

Aber WIE????

Wie bekommen wir die Stimmen in unserem Kopf leiser gedreht, wenn unser Kopf meist voll mit Gedanken und Ideen ist und seine eigene Vorstellung von allem hat?

Glücklicherweise braucht es nicht viel, um mit dem Meditieren zu starten. Im Kern geht es darum, die Gedanken zu beruhigen und „die Wellen des Geistes zum Stillstand zu bringen“, wie es in der Yoga-Philosophie heißt.

Setz dich nicht selbst unter Druck, sondern fang einfach an. Finde heraus, was für dich passt, wo deine Vorlieben sind und nutze die Varianten, mit denen du am besten entspannen kannst. Dies kann für jede und jeden von uns anders gestaltet sein.

Wenn es darum geht, neue Gewohnheiten zu etablieren, gilt: Es darf leicht sein und Übung macht`s.

Orientiere dich zum Start an den folgenden vier Faktoren:

DER PASSENDE ORT

Finden einen Ort, an dem du dich wohl fühlst, für eine gewisse Zeit ungestört bist und dich gut konzentrieren kannst. Dies kann bei dir zu Hause sein, im Wald oder auch an anderen Stellen, die dir Ruhe schenken. Probiere verschiedene Orte aus um zu entdecken, was dein bester Platz sein kann: Stört dich das Ticken einer Uhr – nimm die Batterie raus. Ist der Raum zu „unordentlich“ und lenkt dich schnell ab – schließ die Augen. Ist es draußen zu laut – nutze Noise-Cancelling-Kopfhörer.

DAS MEDITATIONSOBJEKT

Der Geist braucht ein „Objekt“, auf das er sich fokussieren kann. Andernfalls kann es leicht passieren, dass deine Gedanken wild umherspringen und du keine wirkliche Erholung durch die Meditation erfährst. Ein klassisches Meditationsobjekt ist der eigene Atem: Konzentriere dich auf dein Ein- und Ausatmen und beobachte den Luftstrom durch deine Körper. Du kannst aber auch gezielt die Flamme einer Kerze beobachten oder einer geführten Meditation zuhören, was für Anfängerinnen und Anfänger meist am leichtesten ist. Aber: Hier können kleine Nuancen schon ausschlaggebend sein, ob du der Meditation auch wirklich folgen kannst und magst. Hilft dir Musik bei einer Meditation oder macht sie dich eher aggressiv oder lenkt ab? Ist dir die Stimme angenehm? Spricht die Person zu schnell, zu langsam? Ist der Inhalt der Meditation auch das, worauf du hinaus möchtest?

DIE PASSENDE POSITION

Meditieren kannst du im Sitzen, im Liegen oder auch im Gehen. Finde heraus, was zu dir passt. Schläfst im Liegen zu schnell ein und verlierst den Fokus? Dann ist eine sitzende Haltung vielleicht geeigneter für dich. Sind du und deine Gedanken beim Gehen schnell vom Außen abgelenkt? Dann könnte eine geführte Gehmeditation mit Kopfhörern eine Lösung sein. Probiere dich aus.

DIE MEDITATIONSDAUER

Drei bis fünf Minuten reichen zur Stressreduktion bereits aus und sind besser, als gar nicht zu meditieren – mehr und länger geht natürlich immer, aber setz dich nicht selbst unter Druck. Stelle dir einen Timer oder Wecker, um dich so ganz der Meditation hingeben zu können, ohne die Uhr mit einem Auge im Blick behalten zu wollen. Setze dir zunächst ein realistisches Ziel, das sich mit deinem Alltag vereinbaren lässt. Mit der Zeit können kannst du dich schrittweise steigern.

Möchtest du lernen, wie du besser meditieren kannst?

Dann sieh dir einmal die Angebote unserer Großen Schwestern an: Christiane ist unsere Spezialistin für individuelle Meditationen – mit dir und für dich zusammengestellt. Im Rahmen ihres Coachings entwickelt sie mit dir die „Zutaten“ für deine eigene Meditation, die dich in deinen aktuellen Wünschen und Herausforderungen unterstützt. Welche Affirmation wünscht du dir? Wohin möchtest du „reisen“ und welches Thema darf bearbeitet werden? Welche Art von Musik und Geräuschen kann dich dabei unterstützen oder sollte es „nur“ eine Stimme sein? Entwickle gemeinsam mit Christiane deine eigene Meditationsroutine!

Im September habe ich mit unserer Großen Schwester Stephanie über ihren persönlichen Weg als hochsensible Mama gesprochen und wie sie es geschafft hat, aus ihrer Hochsensibilität ihre Berufung und einen Beruf zu machen. Gerade ist ihr neues E-Book erschienen, in dem sie auf rund 40 Seiten dabei hilft, die Stärken unserer Hochsensibilität zu verstehen und in den Alltag als Mama zu integrieren.

Miriam: „Stephanie, du bist selbst zweifache Mama, Partnerin, Hundemama und hochsensibel. Wann und wie ist dir aufgefallen, dass du mehr oder anders fühlst und spürst als manch anderer Mensch und wie hat das dein Leben beeinflusst?“

Stephanie: „Ehrlich gesagt bin ich nicht selbst draufgekommen, sondern meine Ausbilderin während einer meiner Ausbildungen hat mich auf die Seite genommen und einen Test mit mir gemacht, ohne mir zu sagen, worum es in diesem Test ging. Ich war im ersten Moment ziemlich geschockt, weil ich es gewohnt war, von klein auf eine harte Schale zu haben, damit ich eben nicht so empfindlich, feinfühlig oder wie eine Mimose auf die unterschiedlichsten Dinge reagiere. Nach einer Weile, nachdem ich mich damit auseinandergesetzt hatte, wurde mir alles klar, denn von klein weg war ich es gewohnt, dass die Leute schimpfen: Jammer nicht so viel, sei nicht so eine Mimose, wieso machst du dir so viele Sorgen/Gedanken, hör doch einfach auf zu denken.“

Tipps im Alltag

Miriam: „Was machst du seitdem anders, gerade in deinem Familien-Alltag? Was ist der beste Tipp, den du anderen Müttern mit auf den Weg geben kannst?“

Stephanie: „Es hat mein Leben ziemlich auf den Kopf gestellt, weil ich ab diesem Moment, da waren meine Kinder sehr, sehr klein, auch meine Kinder anders wahrgenommen habe und mir fiel es wie Schuppen von den Augen. Ich habe mir eher die Frage gestellt: „Warum habe ich mir nicht früher Gedanken darüber gemacht, was da dahinter steckt??“ Seither begleite ich nicht nur mich, sondern auch meine Kinder wesentlich einfühlsamer und sage auch den Menschen im Umfeld, was Sache ist. Das kommt nicht immer ganz so gut an oder stößt sehr oft auf Unverständnis. Seitdem ich all mein Wissen habe, fällt es mir leichter, wirklich dahinter zu stehen und dementsprechend dieses Entgegenkommen der anderen einzufordern.

Der beste Tipp, den ich anderen hochsensiblen Müttern mitgeben kann, ist, herauszufinden, was sie selbst brauchen und wollen. Solange ich nicht weiß, was ich selber will und was ich brauche, kann ich keine Grenzen setzen. Da kann ich nicht entsprechend kommunizieren, ich kann mein Nein nicht aussprechen und kann nicht ohne schlechtes Gewissen sagen, was ich machen möchte oder nicht. Das heißt, ich arbeite in meinem Mentoring anfangs ganz, ganz klar mit den eigenen Werten, Bedürfnissen und Wünschen und der eigenen Ausrichtung.“

Hochsensible Familienmitglieder

Miriam: „Sind deine Kinder und/oder dein Partner ebenfalls hochsensibel und wie geht ihr mit dem Thema bei euch zuhause um?“

Stephanie: „Bei meinem Partner habe ich schon ganz oft gesagt, ich glaube, er ist auch hochsensibel – er sagt von sich aber, er sei es nicht. Den Test hat er gemacht und das Ergebnis ist grenzwertig, würde ich sagen. Allerdings habe ich das Gefühl, dass er, weil er generell ein sehr, sehr einfühlsamer Mensch ist, da sehr sensibel auf andere reagiert. Sein älterer Sohn ist auch definitiv hochsensibel, das schwingt bestimmt mit und ich kann mir gut vorstellen, dass mein Partner vielleicht nicht hochsensibel ist und einfach viel achtsamer damit umgeht, weil er es von seinem Sohn kennt.

Bei uns zu Hause spielt es insofern eine Rolle,
weil ich’s beim Lernen, bei der Schule, beim Handballtraining, in unterschiedlichsten Situationen bemerke und da viel darüber gesprochen wird. Allerdings nehmen wir das Wort „Hochsensibilität“ nicht in der Form in den Mund und wir sprechen darüber, was die Kinder brauchen. So wie aktuell zum Beispiel beim Handballtraining, denn mein Jüngerer hat da ein Thema mit den Trainern, die
teilweise einen recht harschen Umgangston haben. Da hat sich mein Sohn zum Beispiel einen mentalen Schutzschild, eine Ritterrüstung zugelegt, mit der er besser damit zurechtkommt.“

Fokus Ich und die Selbständigkeit

Miriam: „Wie ist bei dir der Wunsch nach einer Coaching-Tätigkeit gewachsen und wann hast du den Sprung in die Selbständigkeit gewagt?“

Stephanie: „Die ersten Überlegungen, mich selbstständig zu machen, hatte ich vermutlich schon als Kind, weil ich da schon Unternehmerin gespielt habe – frag mich bitte nicht, wieso. Es hat mir einfach immer schon Spaß gemacht und da hatte ich sogar einen besonderen Unternehmerinnen-Namen: Elvira Mahler. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass ich später vielleicht mal mit diesem Pseudonym arbeite, denn ich verbinde sehr, sehr wertvolle Erinnerungen damit.

Ernsthaft über ein eigenes Business nachgedacht habe ich, als mein Älterer ein Baby war. Da habe ich sehr eindeutig gespürt, ich möchte nicht irgendwo angestellt sein und habe mit einer meiner besten Freundinnen, mit der ich auch jetzt zusammenarbeite, erste Ideen geschmiedet.

Konkret meine eigene Selbstständigkeit umgesetzt habe ich vor dem ersten Lockdown, Anfang 2020, und seitdem ist all das Schritt für Schritt gewachsen. Den echten Sprung in die Selbstständigkeit habe ich dann 2022 gewagt, als ich das Angestelltenverhältnis Stück für Stück reduziert habe.“

Miriam: „Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag bei dir aus und was sind deine Highlights aber auch deine Hürden?“

Stephanie: „Mein typischer Arbeitsalltag, puh, ich glaube, den gibt’s gar nicht wirklich, weil es sehr unterschiedlich ist, ob mein Partner Homeoffice hat oder ob die Kinder früher von der Schule nach Hause kommen oder ob sie am Nachmittag zum Beispiel noch bei ihrem Handballtraining sind. Meine Beratungen gebe ich lieber an Tagen, wo ich ganz alleine zu Hause bin, weil ich da ungestört bin. Dieser unterschiedliche Tagesablauf ist gleichzeitig meine größte Hürden, denn dieses immer flexibel sein müssen, kostet teilweise viel Energie und ich muss mich da manchmal sehr an der Nase nehmen, dass ich diszipliniert bleibe.

Wenn ich es auf die Hochsensibilität runterbreche, glaube ich, dass für uns Hochsensible das eigene Business ein Geschenk ist, auch wenn es natürlich viel Strategie, viel Ordnung, viel Disziplin bedarf. All das ist bei Hochsensiblen aber oft weniger eine Herausforderung, weil die meisten ohnehin einen starken eigenen Antrieb haben. Umgekehrt beobachte ich, dass sich viele Hochsensible enorm schwer tun mit fixen Unternehmensstrukturen und der Konzernbetrieb oft wenig vorteilhaft ist.“

Andere Mütter

Miriam: „Auf welchem Wissensstand sind die Mütter, die zu dir in die Beratung kommen oder ein Coaching bei dir machen?“

Stephanie: „Der Wissensstand der Mütter ist unterschiedlich, die allermeisten wissen auf jeden Fall, dass sie hochsensibel sind und oder in diese Richtung eine große Herausforderung haben. Was alle vereint, sind die Erschöpfung und Überforderung, nicht zu wissen, wo anfangen, womit anfangen und da wirklich mal den Druck rauszunehmen. Die Herausforderungen der Mütter liegen vor allem darin, wirklich etwas zu verändern. Die Mütter wollen in die Leichtigkeit kommen und glauben oft, da müssen sie noch diese oder jene Übung dazu machen und die nächste Atemübung bringt endlich Erleichterung.

Dadurch wird der Alltag aber immer noch mehr anstatt von leichter. Das heißt, wir schauen uns zuerst an, welche Ressourcen sind schon da und wie können wir diese gezielt nutzen.

Mit dem Mentoring möchte ich auf gar keinen Fall, dass die Frauen on top zu ihrem ohnehin schon stressigen Alltag noch mehr Übungen dazubekommen. Das funktioniert nicht, da schaltet das Gehirn erst recht auf Stressmodus und blockiert. Das heißt, im ersten Schritt machen wir nur Folgendes: wir reduzieren, reduzieren, reduzieren, was möglich ist, damit endlich mal sprichwörtlich wieder Luft zum Atmen da ist. Erst danach erweitern wir und verändern Schritt für Schritt die unterschiedlichen Strukturen und Abläufe.

„Es ist nie zu spät – nie zu spät, von vorne anzufangen, nie zu spät, glücklich zu sein.“ Jane Fonda

Möchtest du mehr über Stephanie und ihre Angebote rund um „KindSKraft“ erfahren oder du einen Test machen, ob du hochsensibel bist?

Dann schau gerne einmal hier auf Stephanies Profil vorbei.

Hier kommst du zu ihrem E-Book „Dein Kompass – Hochsensibilität fühlen, feiern, leben“