Gerade hochsensible Menschen nehmen Übergänge oft besonders intensiv wahr. Denn es verändert sich nicht nur der Kalender. Es verändern sich Routinen. Gewohnheiten. Menschen. Abläufe. Manchmal sogar ganze Lebensabschnitte. Stephanie von kindskraft zeigt dir in diesem Blogartikel Übungen zum Durchatmen.

Ferien mit Kindern: Warum viele Mamas so erschöpft sind

Die letzten Wochen vor den Sommerferien fühlen sich für viele Mamas merkwürdig an. Eigentlich ist doch alles gut. Das Kindergartenjahr geht zu Ende. Das Schuljahr ist fast geschafft. Die Ferien stehen vor der Tür.

Und trotzdem merkst du: Du bist schneller gereizt. Du bist emotionaler als sonst. Du denkst mehr nach. Du schläfst schlechter. Du fühlst dich erschöpft. Vermutlich freust du dich auf die Ferien. Und gleichzeitig fühlst du dich überfordert. Du bist so stolz auf dein Kind. Und gleichzeitig traurig, dass eine Zeit zu Ende geht. Du freust dich auf mehr gemeinsame Zeit als Familie. Und fragst dich gleichzeitig, wie du all das schaffen sollst.

Wenn dir das bekannt vorkommt, möchte ich dir etwas Wichtiges sagen: Mit dir stimmt alles. Du bist nicht zu empfindlich. Du reagierst auf eine Zeit voller Veränderungen.

Wenn viele Gefühle gleichzeitig da sind

Gerade hochsensible Menschen nehmen Übergänge oft besonders intensiv wahr. Denn es verändert sich nicht nur der Kalender. Es verändern sich Routinen. Gewohnheiten. Menschen. Abläufe. Manchmal sogar ganze Lebensabschnitte.

Vielleicht wechselt dein Kind im Herbst in die Schule.
Vielleicht kommt ein neuer Kindergarten.
Vielleicht verändert sich die Betreuung.
Vielleicht steht ein Urlaub bevor.
Vielleicht gibt es finanzielle Sorgen.
Vielleicht fragst du dich, wie du die nächsten Wochen organisieren sollst.

Und während außen alles nach Vorfreude aussieht, arbeitet dein Inneres längst auf Hochtouren. Das Problem ist dabei oft nicht das Gefühl selbst. Sondern unser Widerstand dagegen. Wir glauben, wir müssten uns einfach freuen. Wir glauben, wir müssten dankbar sein. Wir glauben, wir dürften nicht gleichzeitig erschöpft, traurig, unsicher oder überfordert sein.

Doch Gefühle funktionieren nicht so.

Der erste Schritt in die Innere Balance

Für mich beginnt Innere Balance immer an derselben Stelle: Nicht beim Wegmachen. Sondern beim Annehmen. Deshalb möchte ich dir eine einfache Übung mitgeben, die ich selbst regelmäßig nutze und auch meinen Klientinnen lieben.

Die „Es ist okay, dass …“-Übung

Setze dich bequem hin und schließe die Augen.
Atme einige Male tief durch die Nase ein und langsam durch den Mund aus.
Dann finde in deinen natürlichen Atemrhythmus zurück.

Frage dich:
Was nehme ich gerade in meinem Körper wahr?
Vielleicht Anspannung im Bauch.
Vielleicht Druck in den Schultern.
Vielleicht Unruhe.
Vielleicht einen Gedanken.

Wenn du nichts wahrnimmst, frage dich:
Welches Gefühl oder Gedanke ist gerade da?
Dann sage dir zum Beispiel: „Es ist okay, dass diese Anspannung gerade da ist.“ Oder: „Es ist okay, dass ich gerade traurig bin.“

Spüre danach einen Moment nach. Was verändert sich? Wenn dein Kopf sofort protestiert und sagt: „Nein, das ist überhaupt nicht okay.“, dann antworte: „Es ist okay, dass ich das gerade nicht okay finde.“ Auch das darf da sein. Wiederhole diesen Satz für alles, was auftaucht: „Es ist okay, dass …“

So lange, bis du merkst, dass dein System etwas weicher wird. Danach bewege dich kurz. Atme noch einmal tief ein und aus. Bedanke dich bei dir. Und öffne langsam die Augen.

So einfach dieser Prozess klingt: Für viele Menschen ist genau das der erste Schritt zurück in ihre Innere Balance.

Wenn du diese Übung als Video sehen und durchführen magst, dann schau gerne einmal HIER bei Instagram vorbei – hier leite ich dich an, besser mit den sommerlichen Temperaturen klarzukommen.

Du musst nicht gegen dich kämpfen

Viele Mamas verbringen unglaublich viel Energie damit, ihre Gefühle kontrollieren zu wollen. Sie wollen ruhiger sein. Gelassener. Dankbarer. Entspannter. Sie wollen den Druck oder die Anspannung weghaben.

Doch Gefühle verschwinden selten dadurch, dass wir sie wegdrücken. Sie werden automatisch lauter. Wie bei einem Ball, den du versuchst, unter Wasser zu drücken. Das funktioniert, bis dir die Kraft ausgeht.  Dann schießt der Ball in die Höhe. Genau das machen auch deine Gefühle.

Du darfst in diese Haltung kommen: Der Ball schwimmt neben dir auf der Wasseroberfläche. Du siehst ihn, er berührt dich nicht. Und automatisch verlierst du keine Energie mehr daran. Gefühle wollen nicht bekämpft werden. Sie wollen wahrgenommen werden.

Wenn du gerade merkst, dass die letzten Wochen vor den Sommerferien emotional anstrengend sind, dann bedeutet das nicht, dass du versagt hast. Es bedeutet nicht, dass du undankbar bist. Und es bedeutet auch nicht, dass du etwas falsch machst. Es bedeutet nur, dass gerade viel in Bewegung ist. Und dass dein System versucht, all das zu verarbeiten.

Wenn du verstehen möchtest, warum dein Nervensystem so reagiert

In meinem Workshop zum Thema Angst zeige ich ausführlich, warum unser Nervensystem oft Alarm schlägt, obwohl objektiv gar keine Gefahr besteht.

Du erfährst:

  • warum Sorgen und Grübeln so hartnäckig sein können
  • weshalb Angst oft wie Verantwortung wirkt
  • warum Akzeptanz nichts mit Aufgeben zu tun hat
  • wie du Schritt für Schritt mehr innere Sicherheit entwickelst

Denn echte Veränderung beginnt nicht damit, dass wir Gefühle loswerden. Sondern damit, dass wir lernen, ihnen anders zu begegnen. Genau dort entsteht Innere Balance. Und genau dort beginnt die Ruhe, nach der du so lange gesucht hast.

Weitere Infos zu meinem Workshop findest du HIER.

Möchtest du mehr über mich und meine Arbeit erfahren?

Ich bin Stephanie Kleinoscheg, Gründerin von kindSkraft.

Als hochsensible Mama von zwei wundervollen Söhnen kenne ich den Spagat zwischen Kindern, Arbeit und dem Wunsch, allem gerecht zu werden.

Ich kenne das schlechte Gewissen.
Den inneren Druck.
Und die Erschöpfung, wenn alles zu viel wird.

Auch ich habe lange gedacht, dass meine Hochsensibilität ein Problem ist.

Heute weiß ich:
Sie ist mein innerer Kompass.

Ich bin Dipl. Psychologische Beraterin, Mentaltrainerin und Elementarpädagogin und in meiner Beratung dreht sich alles um hochsensible Mamas. In meiner Arbeit verbinde ich verschiedene Perspektiven, damit Veränderung nicht anstrengend wird, sondern Schritt für Schritt möglich ist.

Wenn du spürst, dass du mehr innere Balance, Kraft und Verbindung willst, findest du hier den Raum dafür.

Nimm gerne Kontakt zu mir auf (Mail an mich) oder finde weitere Infos auf meinem Große-Schwester-Profil und auf meiner Website.

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